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Links-weiblicher Angriff auf die Bisherigen in Pfäffikon

In Pfäffikon schickt die Juso gleich zwei Kandidatinnen ins Rennen für einen Gemeinderatssitz. Damit kommt es in fast allen Behörden zu Kampfwahlen – ausser in der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission, wo wiederum das einzige Präsidium umstritten ist.

Links-weiblicher Angriff auf die Bisherigen in Pfäffikon

Der Pfäffiker Gemeinderat stellt sich für die Erneuerungswahlen im März in globo wieder zur Wahl. Dies nachdem bei den letzten Wahlen drei von sieben Mitgliedern neu in die Behörde gewählt worden sind – allesamt Männer.

Rajka Frei (SVP) schied damals als überzählig aus, rückte jedoch nach dem Tod von Hans Paul Gemperli (CVP) in den Gemeinderat nach. Bei den Erneuerungswahlen 2018 war sie die einzige Frau, die für die Exekutive kandidierte.

«Den Gemeinderat aufmischen»

In diesem Jahr bekommt sie weibliche Gesellschaft – und junge noch dazu. Lara Kummer und Anaïs Dolder von der Juso fordern die Bisherigen heraus. Sie wollen «mit konsequent linker Politik den Gemeinderat aufmischen und die Jugendlichen, Frauen und Queers von Pfäffikon angemessener vertreten».

Ob dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird, dürfte allerdings zweifelhaft sein. Denn momentan sitzt nicht einmal ein SP-Vertreter im Gemeinderat. Bei den Wahlen im Frühling 2018 schied SP-Kandidat Christian Lipp noch hinter Rajka Frei als überzählig aus. Und bei den Ersatzwahlen für den Sitz von Hans Paul Gemperli, als Lipp erneut gegen Frei antrat, reichte es bekanntlich ebenfalls nicht für den SP-Mann.

Nicht umstritten ist das Gemeindepräsidium. Für Marco Hirzel (SVP), der 2016 in stiller Wahl die Nachfolge von Bruno Erni (parteilos) antrat, wird es damit schon das dritte Mal sein, dass er ohne Konkurrenz im Amt bestätigt wird.

Auch Vizepräsident und Finanzvorstand Stefan Gubler (FDP), Werkvorstand Alex Kündig (EVP), Bauvorstand Lukas Steudler (FDP) und Sozialvorstand Lukas Weiss (Grüne) wollen noch eine Amtszeit anhängen.

Kampfwahlen in mehreren Behörden

Anders als im Gemeinderat ist die SP in den übrigen Behörden bereits vertreten – oder war es zumindest bei den letzten Wahlen. Im Sommer 2020 trat Schulpflegerin Katharina von Büren aus der SP aus. Sie kandidiert nach acht Jahren im Gremium nun als Parteilose.

Für die sieben Sitze der Schulpflege kandidieren insgesamt acht Kandidaten. Mit Reha Özkarakas will die SP in der Behörde wieder Fuss fassen und Guido Santner (Grüne) soll den Sitz von Laszlo Futo verteidigen, der nach acht Jahren nicht mehr zur Wahl antritt. Als Schulpflegepräsident stellt sich Hanspeter Hugentobler (EVP) nach 14 Jahren im Amt erneut zur Wahl – bisher ohne Konkurrenz. Dadurch wird er von Amtes wegen auch weiterhin im Gemeinderat Einsitz haben.

Grosse Wechsel in der RGPK

Bei der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) wird es zweifellos zu einem Wechsel an der Spitze kommen, denn deren Präsident Hans-Jürg Schneider (FDP) tritt nicht mehr zur Wahl an. Mit Walter-José Hollenstein will die FDP seinen Sitz und auch gleich das Präsidium verteidigen.

Dieser bringt noch keine politische Erfahrung mit – seine Konkurrenz hingegen schon: Daniel Sigrist (EVP) ist bereits Mitglied in der Behörde.

Doch nicht nur an der Spitze der RGPK wird sich etwas verändern: Von den sieben aktuellen Mitgliedern tritt neben Daniel Sigrist nur gerade Hansjörg Honegger (SP) noch einmal an.

Fünf neue Mitlieder wird die Kommission also erhalten. Und da sich für die RGPK bisher genau so viele Kandidaten gemeldet haben, wie Sitze zu vergeben sind, dürften diese auch schon als gesetzt gelten. Neben Hollenstein sind dies Roland Buri (SVP), Markus Coray (EVP), Hans Ulrich Glauser (FDP), Stefan Zuber (Grüne).

Vakanz in der Kirchenpflege

In der Sozialbehörde und der Werkkommission kommt es zu Kampfwahlen. Für beide Behörden haben sich für die sechs Sitze bisher sieben Kandidaten gemeldet.

In der Evangelisch-Reformierten Kirchenpflege kommt es wohl zu einer Vakanz. Bis auf Maria Bertschi Steiner (parteilos) kandidieren alle aktuellen Mitglieder des neunköpfigen Gremiums auch für die nächste Legislatur, neue Kandidaten gibt es keine. Für das Präsidium stellt sich Andreas Hostettler (parteilos) erneut zur Wahl.

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