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GLP-Kandidat verpasst Exploit ums Greifenseer Präsidium

Das Gemeindepräsidium bleibt in Greifensee in Frauenhand. Monika Keller setzte sich deutlich gegen Ueli Sonderegger durch, der auch den Sprung in die Exekutive verpasste.

Keine gemeinsame Zeit im Gemeinderat: Ueli Sonderegger hat gegen Monika Keller das Nachsehen.

Foto: Christan Merz

GLP-Kandidat verpasst Exploit ums Greifenseer Präsidium

Der Kampf ums Gemeindepräsidium in Greifensee entschied Amtsinhaberin Monika Keller (FDP) deutlich für sich. Herausforderer Ueli Sonderegger (GLP) verzeichnet fast 400 Stimmen weniger als Keller, die mit 703 Stimmen obsiegte. Politneuling Sonderegger blieb auch das Nachsehen im Kampf in den Gemeinderat. Er schied als Überzähliger aus.

Die Enttäuschung über den verpassten Einzug in die Exekutive hielt sich beim 50-Jährigen in Grenzen. «Ich wusste, dass es gegen die vielen bisherigen und bekannten neuen Kandidaten schwierig wird.» Beim Kampf ums Präsidium habe er sich aber prozentual mehr Stimmen erhofft, als die erreichten rund 29 Prozent. «Mein Wahlziel von 35 Prozent habe ich leider verpasst.» Ob er es in vier Jahren nochmal probiere, stehe derzeit noch «in den Sternen», sagt Sonderegger. «Aber sicher werde ich weiterhin aktiv politisieren.»

 

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Gemeindepräsidentin Monika Keller wird erstmal nach acht Jahren wieder herausgefordert. Beitrag in Merkliste speichern Anders die Gefühlsage bei Monika Keller. Dass der Sieg so deutlich ausfalle, habe sie zwar gehofft, sei sich aber nicht sicher gewesen. «Ein gutes Wahlergebnis ist nicht selbstverständlich. Ich sehe das als Bestätigung meiner Arbeit und als Vertrauensbeweis.»

Noch zwei Aktion-G-Vertreter

Schon im Vorfeld war klar, dass die Partei Aktion G im Gemeinderat an Gewicht verliert. Dies weil die beiden Mitglieder Markus Bauer und Bruno Schaerli nicht mehr zur Wahl antraten und sich nur Barbara Rodrigues als neue Aktion-G-Kandidatin für das Amt empfahl. Rodrigues wurde zusammen mit Parteikollegin Franziska Graf Schläppi in den Gemeinderat gewählt, die die Wiederwahl mit dem besten Ergebnis von 941 Stimmen problemlos schaffte. Aus dem ehemaligen Dreigespann wird somit ein Duo.

Neben den beiden Frauen schaffte Stefan Karl (Die Mitte) als Neuer den Sprung in die Exekutive. Wiedergewählt wurden zudem Thomas Honegger (Grüne) und Andreas Jakob (FDP).

Als Präsidentin der Primarschulpflege haben die Greifenseerinnen und Greifenseer Martina Alig (Grüne) gewählt. Alig ist damit von Amtes wegen das siebte Mitglied des Gemeinderates. Für die fünf Sitze der Schulpflege gewählt sind zudem die bisherigen Angela Rudis (Die Mitte) und Patrick Schwab (Aktion G) sowie die Neuen Anette Riedl Materna (GLP) und Jeffrey Santana (FDP).

 

Gemeinderat

gewählt 941 Keller Monika (bisher) gewählt 917 Honegger Thomas (bisher) gewählt 875 Rodrigues Barbara (neu) gewählt 861 Jakob Andreas (bisher) gewählt 822 Karl Stefan (neu) gewählt 804 674
KandidatParteiWahl-StatusStimmen
Graf Schläppi Franziska (bisher) Aktion G
FDP Grüne Aktion G FDP Die Mitte
Sonderegger Ueli (neu) GLP überzählig

Zu Kampfwahlen kam es in der Oberstufenschulpflege Nänikon-Greifensee. Die Behörde ist wegen der Grenzbereinigung, die das neue Gemeindegesetz verlangt, im Fokus. Laut diesem sollen die Grenze des Schulguts mit der Gemeindegrenze identisch sein.

Sechs Kandidaturen standen den fünf Sitzen gegenüber. In die Oberstufenschulpflege gewählt wurden die bisherigen Heike Krauss (FDP), Angela Lienhard (Aktion G), Ulrich Schmid (Die Mitte) und Patrick Schoch (Aktion G). Als neues Mitglied ist Thomas Altenburger (parteilos) dabei, der vor vier Jahren die Wahl noch verpasst hatte. Altenburger ist als Präsident des Gemeindevereins Nänikon und Mitglied des Komitees «Pro 8606» bekannt, das sich für den Zusammenschluss von Nänikon und Werrikon mit Greifensee einsetzt. Das Nachsehen in der Wahl hatte Sabine Wipf-Ferstl (Aktion G), die als Überzählig ausschied.

 

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