Fischenthal gibt weniger Geld aus als zuerst gedacht
Gemeindeversammlung
Der Gemeinderat Fischenthal kann gleich mehrere positive finanzielle Kennzahlen präsentieren. Der Grund dafür ist schnell erklärt.
Am Dienstagabend drehte sich an der Gemeindeversammlung in Fischenthal alles um die Finanzen. Für das Volk galt es, die Jahresrechnung sowie zwei Kreditabrechnungen zu genehmigen. Was hatten alle drei Vorlagen gemein? Die Gemeinde gab jeweils weniger Geld aus als budgetiert.
Sechsstelliges Plus in der Jahresrechnung
Zuerst genehmigten die 61 Stimmberechtigten der Versammlung die Jahresrechnung. Fischenthal konnte das Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis abschliessen. Der Gewinn belief sich auf 386’000 Franken, zudem konnten rund 367’000 Franken zur Vorfinanzierung von Schulhausprojekten beiseite gelegt werden. Im Vergleich zum Budget fiel das Jahresergebnis somit leicht besser aus.
Die Ausgaben beliefen sich auf insgesamt 25,3 Millionen Franken, die Einnahmen auf 25,7 Millionen Franken. Von den geplanten Investitionen in Höhe von 4,6 Millionen Franken wurden letztlich nur 936’000 Franken umgesetzt. Das Eigenkapital ist leicht auf 22,3 Millionen Franken angestiegen.
Die Hälfte nicht ausgegeben
Vor gut fünf Jahren genehmigte die Gemeindeversammlung Ausgaben von 615’000 Franken für Wasserprojekte in den Jahren 2022 bis 2024. In dieser Periode konnten jedoch nur drei von sechs Projekten umgesetzt werden. Die Hintergründe sind Verzögerungen bei privaten Bauvorhaben, Koordinationsbedarf mit Strassenzugs- und Werkleitungsarbeiten sowie personelle Engpässe.
Die effektiven Ausgaben von rund 333’000 Franken wurden mit der Genehmigung der Kreditabrechnung am Dienstagabend von der Versammlung gutgeheissen. Die Kredite für die offenen Projekte werden zu einem späteren Zeitpunkt jeweils einzeln bewilligt.
Hängige Strassenprojekte
Analog zur Abrechnung der Wasserprojekte genehmigte die Versammlung auch eine Kreditabrechnung für Strassenprojekte. Die geplanten Kosten für die Jahre 2022 bis 2025 lagen bei 1,9 Millionen Franken, wobei lediglich 369’000 Franken ausgegeben wurden. Von den neun vorgesehenen Projekten konnte die Gemeinde letztlich vier realisieren. Die Hintergründe sind dabei mit jenen der nicht umgesetzten Wasserprojekte identisch. Und auch hier werden die offenen Bauprojekte künftig einzeln bewilligt und ausgeführt.
