5-Millionen-Projekt: Hinwil plant Reservoirneubau
Für mehr Löschwasser
Schon länger ist klar, dass die Reservoirs in Hinwil zu klein sind. Die Stimmberechtigten können jetzt über den Neubau des Reservoirs Laufenrain entscheiden.
Das Reservoir Laufenrain steht unweit des Alpenblick-Quartiers ein wenig versteckt und unauffällig in einem Wäldchen. Das Erscheinungsbild täuscht etwas darüber hinweg, dass es sich um ein wichtiges Objekt für die Wasserversorgung von Hinwil handelt. 1200 Kubikmeter Brauch- und Löschwasser fasst das aktuelle Reservoir. Das entspricht rund 7000 Badewannenfüllungen.
Das ist aber schon lange zu wenig, wie die Gemeinde bereits mit dem generellen Wasserversorgungsprojekt (GWP) aus dem Jahr 2014 festgestellt hat. Ausserdem hat das Reservoir generell eine Sanierung nötig. Die Verantwortlichen haben darum verschiedene Varianten geprüft, wie der Engpass zu heben sei.
Entscheid an der Urne
Die Lösung liegt nun auf dem Tisch: Geplant ist ein Neubau des Reservoirs Laufenrain. Neu soll das Volumen 2700 Kubikmeter betragen – also etwa 15’000 Badewannenfüllungen. Das Fassungsvermögen wird dadurch mehr als verdoppelt. Dies geht aus den Abstimmungsunterlagen hervor, die kürzlich veröffentlicht wurden.
Bereits am 14. Juni können die Stimmberechtigten über den Kredit für den Neubau befinden. Kostenpunkt: 5 Millionen Franken. Gut 4 Millionen davon entfallen auf das eigentliche Reservoir sowie direkte Anschlussleitungen – der Restbetrag auf den im Zusammenhang mit dem Projekt nötigen Ersatz von weiteren Verbindungsleitungen, für die in den 1960er Jahren noch Asbestzement verbaut wurde.
Aus technischen Gründen sei der Ersatz des bisherigen Reservoirs einem Anbau vorzuziehen, heisst es in den Unterlagen weiter. Das neue Gebäude soll unmittelbar neben dem bestehenden Reservoir gebaut werden. Der grösste Teil davon wird sich künftig unter der Erde befinden. Sobald das neue Reservoir in Betrieb ist, wird das alte Gebäude oberirdisch abgebrochen.
Stimmen die Hinwilerinnen und Hinwiler für den Neubau, sollen die Arbeiten im Frühling 2027 beginnen. Die Inbetriebnahme ist per Ende 2028 vorgesehen. Während der Bauzeit bleibt das bestehende Reservoir mit wenigen Ausnahmen in Betrieb. Der Löschschutz solle stets gewährleistet sein, hält die Gemeinde fest.