Stadt Uster spricht Millionenbetrag für Judo-Trainingscenter
Inbetriebnahme 2028
Auf der Sportanlage Buchholz in Uster soll ein sogenanntes Judo-Dojo entstehen. Der Stadtrat will dem Judo Club Uster damit eine bessere Trainingsinfrastruktur ermöglichen. Man ist bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.
Der Stadtrat Uster hat grünes Licht für den Bau eines neuen Dojos – das ist ein Judo-Trainingsraum – für den Judo Club Uster (JCU) auf der Sportanlage Buchholz gegeben. Dies ist einem kürzlich publizierten Stadtratsbeschluss zu entnehmen.
Damit reagiert die Stadt auf das starke Wachstum des Vereins in den vergangenen zehn Jahren. Dieser gehört mit über 400 Mitgliedern zu den grössten Sportvereinen Usters, und seine bisherige Trainingsinfrastruktur stösst seit Längerem an ihre Grenzen. Genau deshalb hat sich der JCU schon vor einem Jahrzehnt wegen seines Bedarfs nach einer grösseren Trainings- und Wettkampfinfrastruktur an die Stadt gewandt. Das neue Dojo soll neben besseren Platzverhältnissen vor allem einen Trainings- und Wettkampfbetrieb auf nationalem und internationalem Niveau ermöglichen.
Für die Durchführung von Schweizer Meisterschaften oder internationalen Turnieren ist eine Fläche von rund 47 mal 37 Metern erforderlich. Eine solche Fläche ist auf der Sportanlage Buchholz nur westlich neben der Sporthalle vorhanden.
Geplant ist dort ein zweigeschossiger Neubau mit einer grossen Trainingshalle und einer Zuschauertribüne im Obergeschoss sowie zusätzlichen Trainingsräumen im Erdgeschoss. Dort werden zugleich auch städtische Fussballgarderoben integriert. Diese Lösung ersetze einen separaten Garderobenneubau, spare Platz und senke die Investitionskosten. Die drei Ustermer Fussballvereine würden das Vorhaben ausdrücklich unterstützen, heisst es im Beschluss.
Zwei Jahre Zeit
Die Gesamtkosten für das Dojo betragen rund 9,9 Millionen Franken. Bau, Finanzierung und Betrieb verantwortet der JCU; die Stadt stellt das Land im Baurecht für 62 Jahre zu einem symbolischen Zins zur Verfügung und investiert rund 3 Millionen Franken in Garderoben, Umgebung und Erschliessung.
Ein grosser Teil der Finanzierung ist bereits durch Eigenkapital, den geplanten Verkauf des alten Dojos sowie interne und externe Mittelbeschaffung gesichert. Der JCU sieht ein hohes Potenzial, die noch fehlenden rund 3,8 Millionen Franken zusätzlich intern und extern zu beschaffen.
Neben dem sportlichen Nutzen sieht der Stadtrat auch einen Mehrwert für die Entwicklung der Sportanlage Buchholz. Auf dem Areal seien zusätzliche Parkplätze, eine Aufwertung der Umgebung sowie eine Baumallee entlang dem Hallenbadweg geplant. Ziel sei, das Dojo bis 2028 zu eröffnen. Dies rechtzeitig, um Uster als möglichen Standort eines nationalen Judo-Leistungszentrums zu positionieren.