Kommandant der Stadtpolizei Uster beurlaubt
Wegen Vertrauensverlust
Eine interne Untersuchung in der Stadtpolizei Uster sorgt aktuell für die Beurlaubung des Kommandanten Andreas Baumgartner. Dieser hat sich inzwischen krankgemeldet.
Der Ustermer Stadtrat hat Andreas Baumgartner, den Kommandanten der Stadtpolizei, per 26. März vorübergehend von seinen Aufgaben entbunden. Grund dafür ist laut Mitteilung ein Vertrauensverlust zwischen der Exekutive und dem Polizeichef, der aus Sicht des Stadtrats derzeit eine konstruktive Zusammenarbeit verunmögliche.
Auslöser für diese Massnahme ist demnach das Verhalten des Kommandanten im Zusammenhang mit einer laufenden internen Untersuchung. Diese drehe sich um eine mögliche Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Laut Stadtrat gibt es jedoch keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten.
Dem betroffenen Kommandanten wurde im Verfahren das rechtliche Gehör gewährt. Kurz nach seiner Beurlaubung meldete er sich krank: Seit dem 28. März ist er offiziell arbeitsunfähig. «Der Stadt Uster liegt eine ärztliche Arbeitsunfähigkeit bis Ende April vor», sagt Stadträtin Beatrice Caviezel (GLP), Vorsteherin der Abteilung Sicherheit, auf Anfrage.
Gegenstand der laufenden Untersuchung
Weitere Details könne sie aufgrund der laufenden Untersuchung nicht weitergeben. So könne die Stadt Uster beispielsweise nicht sagen, um welche Art von Verletzung der Persönlichkeitsrechte es sich handle, ob es der erste Vorfall dieser Art im Zusammenhang mit Andreas Baumgartner sei oder welche Konsequenzen das Verfahren für den Kommandanten haben könnte.
Sicher ist nur, dass die Untersuchung läuft. «Wir haben dafür eine externe Stelle betraut», sagt Caviezel. Welche Konsequenzen die Krankschreibung von Baumgartner für das Verfahren habe, werde im Lauf der internen Untersuchung beantwortet.
Die operative Leitung der Stadtpolizei wurde unterdessen interimistisch an den bisherigen Stellvertreter Sascha Buchmann übertragen.