Politik

Ticker Jahresrechnungen 2025

Rekordhoher Ertragsüberschuss für Stadt Wetzikon

Verlust oder Gewinn? Wie haben die Gemeinden und Städte in der Region 2025 gewirtschaftet? Lesen Sie es in unserem Rechnungsticker.

Die Gemeinden ziehen Bilanz. So schliessen sie das Jahr 2025 ab.

Foto: Seraina Boner

Rekordhoher Ertragsüberschuss für Stadt Wetzikon

Ticker Jahresrechnungen 2025

Verlust oder Gewinn? Wie haben die Gemeinden und Städte in der Region 2025 gewirtschaftet? Lesen Sie es in unserem Rechnungsticker.

31. März: Wetzikon erzielt Ertragsüberschuss von 19,3 Millionen Franken

Die Jahresrechnung 2025 der Stadt Wetzikon weist einen rekordhohen Ertragsüberschuss von 19,3 Millionen Franken auf, was im Vergleich zum Budget einer Verbesserung um 6,8 Millionen Franken entspricht. Im Ergebnis inbegriffen ist die Rückerstattung des Kantons für die durch die Stadt geleisteten Versorgertaxen für Aufenthalte in Kinder- und Jugendheimen in Höhe von 9,4 Millionen Franken.

Gegenüber dem Budget hätten vor allem die Gemeindesteuern (plus 12,4 Millionen Franken), die Grundstückgewinnsteuern (plus 4,3 Millionen Franken), ein Sachaufwand im Steuerhaushalt (minus 1,4 Millionen Franken) sowie der niedrigere Personalaufwand im Steuerhaushalt (minus 800’000 Franken) zum guten Ergebnis beigetragen.

Doch da gibt es auch Verschlechterungen gegenüber dem Budget, die da wären: einen um 7,4 Millionen Franken tieferen Ressourcenausgleich wegen der gestiegenen Steuerkraft, die Pflegefinanzierung ambulant mit plus 1,6 Millionen Franken, die Wertberichtigung der Beteiligung an der Fernwärme Wetzikon AG von 1,6 Millionen Franken, das Asylwesen mit plus 1,5 Millionen Franken sowie die Kosten für Sonderschulungen von plus 1,1 Millionen Franken.

Dafür hat die Stadt eine hohe Realisierungsquote von 80 Prozent hinsichtlich der Investitionen erreicht. Die Rekordnettoausgaben aus dem Verwaltungsvermögen betrugen 61,6 Millionen Franken – budgetiert waren 77,4 Millionen Franken.

Unter den getätigten Investitionen waren unter anderem die Beteiligung an der Fernwärme Wetzikon AG mit 13,1 Millionen Franken, der Ausbau der Abwasserreinigungsanlage Flos mit 6,7 Millionen Franken, die Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage Walenbach mit 6,3 Millionen Franken, der Neubau des Feuerwehrgebäudes mit 5,2 Millionen Franken oder die Gesamtsanierung des Friedhofs mit 4,7 Millionen Franken. (lda)

Fischenthal schreibt Gewinn statt Null

Die Rechnung 2025 der Gemeinde Fischenthal schliesst – neben der Einlage in die Vorfinanzierung Schulraumplanung – mit einem Ertragsüberschuss von rund 386'000 Franken ab. Die schreibt der Gemeinderat in seinem Newslette. Gegenüber dem Budget 2025 entspricht dies einer Verbesserung um denselben Betrag. Der Aufwand von 25,3 Millionen Franken steht dabei einem Ertrag von und 25,7 Millionen Franken gegenüber.

Investiert hat Fischenthal aber lediglich rund 936'000 Franken – vorgesehen im Budget waren rund 4,6 Millionen. Das Eigenkapital ist durch den Ertragsüberschuss auf 22,3 Millionen Franken angestiegen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich laut dem Newsletter trotz Rückzahlung eines Kredits von 1 Million Franken um rund 955'000 Franken erhöht. (bes)

30. März: Fehraltorf verbucht Ertragsüberschuss von 3,5 Milllionen

Die Gemeinde Fehraltorf weist für das Rechnungsjahr 2025 einen Ertrag von 62,84 Millionen Franken aus. Daraus resultiert ein Ertragsüberschuss von 3,5 Millionen Franken. «Es wurde keine Einlage in die finanzpolitische Reserve getätigt, da diese nicht budgetiert war», schreibt die Verwaltung. Der Gemeinderat sei im letzten Herbst noch von einem Ertragsüberschuss von 3,82 Millionen Franken ausgegangen.

Der Steuerertrag lag über alle Bereiche gerechnet 16,73 Prozent über dem Budget. Der gesamte Steuerertrag inklusive Grundstückgewinnsteuern betrug 32,22 Millionen Franken. Im Schulbereich resultierte ein Mehraufwand von 347'547 Franken und im Gesellschaftsbereich ein Minderaufwand von 457'841 Franken.

Wenn der ausserordentliche Ertrag der Versorgertaxen von 940'723 Franken nicht berücksichtigt wird, resultiert im Gesellschaftsbereich jedoch ein Mehraufwand von 482'882 Franken. Auch beim Gesundheitsbereich schliesst die Rechnung mit einem Mehraufwand von 786'031 Franken ab.

Der Gemeinderat befürchtet, dass sich diese gesetzlich gebundenen Ausgaben in den kommenden Jahren weiter erhöhen werden. Das Jahr 2025 sei für den Gemeindehaushalt eine gewisse «Verschnaufpause» gewesen.

In den vergangenen Jahren sei schon viel in Neubauten auf der Schulanlage Heiget investiert worden. In nächster Zeit stehen jedoch grössere umfassende Sanierungen bei den älteren Schulhäusern an. Diese Ausgaben würden die Schulden erneut steigen lassen. Der Schuldenstand per 31. Dezember 2025 betrug 30 Millionen Franken (Vorjahr 33 Millionen). (lda)

30. März: Mönchaltorf schliesst mit fast einer Million im Plus ab

Für die Gemeinde selbst ist das eine erfreuliche Nachricht: Mönchaltorf verzeichnet in der Jahresrechnung ein Plus von 924’400 Franken, wobei die Gemeinde im Vorfeld von einem Aufwandüberschuss von 326’000 Franken ausging. Das Ergebnis sei somit um 1,25 Millionen Franken besser als budgetiert, teilt die Gemeinde mit.

Der Aufwand belief sich auf 35,68 Millionen Franken, während der Ertrag bei 36,61 Millionen Franken lag. Für das bessere Ergebnis seien vordergründig die höheren Steuereinnahmen verantwortlich. Sowohl bei den allgemeinen Gemeindesteuern als auch bei den Grundstückgewinnsteuern liegen die Erträge über dem Budget.

Da die kommunale Steuerkraft stärker gestiegen sei als die kantonale, falle der Ressourcenzuschuss etwas tiefer aus. Auf der Aufwandseite haben die Ausgaben für die Bildung und im Sozialbereich (Asylwesen und Ergänzungsleistungen) deutlich zugenommen.

In der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens betragen die Ausgaben 5,69 Millionen Franken – die Einnahmen 373'678 Franken. Daraus resultieren Nettoinvestitionen in Höhe von 5,32 Millionen Franken. Budgetiert waren Nettoinvestitionen von rund 3,3 Millionen Franken.

Die Abweichungen der Nettoinvestitionen vom Budget stammen vorwiegend vom Projekt «Asylunterkunft», welches im Jahr 2024 begonnen hat, jedoch erst im Jahr 2025 fertig erstellt und abgerechnet worden ist. (lda)

30. März: Der hohe Ertragsüberschuss in Maur ist etwas trügerisch

Es ist eine beeindruckende Zahl: Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Maur schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 14,17 Millionen Franken. Allerdings entfallen davon 14,14 Millionen Franken auf Wertanpassungen von Liegenschaften sowie die Einzonung eines Gemeindegrundstücks im Rahmen der neuen Bau- und Zonenordnung (BZO). Somit liegt der «tatsächliche» Überschuss bei 30’000 Franken.

Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 3,55 Millionen Franken, die Verbesserung liegt bei 3,58 Millionen Franken. Total beliefen sich die Aufwendungen auf 86,33 Millionen. Diesen stehen Erträge von 100,5 Millionen Franken gegenüber.

In der Investitionsrechnung resultieren Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von 7,51 Millionen Franken. Gemessen an der Selbstfinanzierung von 23,21 Millionen ergibt sich ein Selbstfinanzierungsgrad von 309 Prozent. Aussagekräftiger ist der Bezug zum Cashflow von 9,08 Millionen Franken, der einen Selbstfinanzierungsgrad von 121 Prozent ergibt. (lda)

26. März: Turbenthal schliesst besser ab als geplant

Die Jahresrechnung 2025 fällt für die Gemeinde Turbenthal mit einem Defizit von 193’000 Franken deutlich besser aus als die budgetierten minus 532’000 Franken. Hauptgründe sind Mehreinnahmen bei den Steuern (+1,0 Millionen Franken) sowie eine Rückerstattung des Kantons von 1,1 Millionen Franken.

Gleichzeitig wird das Ergebnis durch stark gestiegene Ausgaben relativiert: Insbesondere die Kosten für die Pflegefinanzierung (+1,1 Millionen Franken) und den Sozialbereich (+830’000 Franken) belasten die Rechnung erheblich. Zusätzliche Aufwände entstanden durch teure Springereinsätze in der Verwaltung (+430’000 Franken).

Die Investitionen bewegen sich mit rund 5,4 Millionen Franken im Rahmen des Budgets. Insgesamt deutet sich laut der Gemeinde nach Jahren mit Überschüssen eine Phase mit steigenden finanziellen Herausforderungen an, insbesondere aufgrund der weiterwachsenden Pflegekosten. (eve)

24. März: Jahresrechnung Rüti schliesst trotz Minus besser ab als erwartet

Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Rüti schliesst bei einem Aufwand von rund 165 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 164 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 1,3 Millionen Franken ab. Damit fällt das Ergebnis rund 2,4 Millionen Franken besser aus als im Budget vorgesehen.

Zum verbesserten Ergebnis trugen insbesondere höhere Steuereinnahmen bei. Die Gemeindesteuern entwickelten sich günstiger als erwartet. Auch die Grundstückgewinnsteuern blieben weiterhin auf einem hohen Niveau.

Der Gesamtertrag lag rund 5 Prozent über dem Budget, während der Gesamtaufwand etwa 3 Prozent höher ausfiel als erwartet. Auf der Aufwandseite wirkten sich insbesondere steigende Kosten in der Pflegefinanzierung, bei den kantonal besoldeten Lehrpersonen sowie bei den auswärtigen Sonderschulungen aus. Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt rund 14,9 Millionen Franken. (lcm)

16. März: Illnau-Effretikon präsentiert Überschuss von 3,6 Millionen Franken

Statt mit dem budgetierten Defizit schliesst die Jahresrechnung von Illnau-Effretikon mit einem Ertragsüberschuss von 3,6 Millionen Franken ab. Ein Grossteil davon stammt aus einer Entnahme von 2,7 Millionen Franken aus der finanzpolitischen Reserve. Einen ausführlichen Beitrag über die Jahresrechnung von Illnau-Effretikon finden Sie hier. (mgp)

14. März: Schule Hinwil mit positivem Ergebnis

Die Schulgemeinde Hinwil schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Plus von 250’000 Franken ab. Dies bei einem Aufwand von 35,61 Millionen und einem Ertrag von 35,87 Millionen Franken. Das Ergebnis fällt um 2,4 Millionen Franken besser aus als budgetiert.

Hauptgrund sind deutlich höhere Steuererträge aus früheren Jahren, insbesondere bei Einkommens-, Vermögens- und Quellensteuern natürlicher Personen. Der betriebliche Aufwand stieg gegenüber dem Budget leicht, lag aber praktisch auf dem Niveau von 2024; Personal- und Transferkosten machen rund 83 Prozent aus.

Die Bilanzsumme beträgt 35,95 Millionen Franken, das Eigenkapital steigt auf 10,36 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 290’000 Franken und blieben deutlich unter dem Budget (980’000 Franken). Die Gemeindeversammlung entscheidet am 10. Juni über die Jahresrechnung. (dam)

13. März: Volketswiler Rechnung mit Millionenplus

Die Gemeinde Volketswil schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem deutlich besseren Ergebnis als budgetiert ab. Statt der erwarteten rund 3 Millionen Franken resultiert ein Plus von rund 7,8 Millionen Franken, also knapp 4,8 Millionen Franken mehr als gerechnet.

Haupttreiber sind höhere Steuererträge: Besonders die Grundstückgewinnsteuern (9,1 Millionen Franken) übertrafen das Budget um 2,1 Millionen Franken. Insgesamt lagen die Steuern 2,8 Millionen Franken über den Erwartungen.

Zudem profitierte die Gemeinde von einem höheren Finanzausgleich (plus 800’000 Franken) sowie vom Verkauf des Kabelnetzes, der inklusive Reserveauflösung einen Gewinn von knapp 8 Millionen Franken brachte.

Demgegenüber stiegen die Kosten in der Pflegefinanzierung markant um 2,4 Millionen Franken, vor allem bei externen Spitex-Leistungen. Dank tieferem Personalaufwand und geringeren Verwaltungsausgaben fällt das Jahresergebnis dennoch deutlich positiv aus. Die Rechnung wird der Gemeindeversammlung am 12. Juni vorgelegt. (dam)

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