Das Gasthaus zur Tanne in Bauma wird nicht verkauft
Bevölkerung darf mitreden
Ein Gebäude mit Potenzial – der Gemeinderat von Bauma hat den Wert des Gasthauses zur Tanne erkannt. Jetzt ruft er dazu auf, über die Zukunft des geschichtsträchtigen Gebäudes mitzudiskutieren.
Seit über einem Jahr setzt sich der Gemeinderat von Bauma mit der Zukunft des Gasthauses zur Tanne auseinander. Denn das Gebäude ist sanierungsbedürftig, und Ende April verabschiedeten sich die letzten Pächter vom Restaurant. Der Gastrobetrieb ist seither eingestellt, die Wohnungen und Zimmer werden aber weiterhin vermietet.
Der Gemeinderat liess daraufhin das Entwicklungspotenzial prüfen und gab dazu eine Nutzungsstudie in Auftrag. Dabei wurde auch das Grundstück der angrenzenden Alterssiedlung Dorfmitti miteinbezogen, da diese Liegenschaft ebenfalls in die Jahre gekommen ist.
Ende November wurden dann die Studienergebnisse präsentiert: So ist mittlerweile klar, dass ein Verkauf der «Tanne» nicht mehr zur Diskussion steht. «Emotional verankert und städtebaulich wertvoll», so beschreibt die Gemeinde die Lokalität in einer Medienmitteilung.
Der «Tanne» komme aus ihrer Sicht eine wachsende Bedeutung zu, weil mit dem prognostizierten Bevölkerungswachstum von rund 5000 auf 6500 Einwohnerinnen und Einwohner neue Bedürfnisse entstünden. Als Beispiele werden eine Kinderbetreuung, ein Mittagstisch, mehr Raum für die Bibliothek oder ein Treffpunkt für Jung und Alt genannt.
Jetzt wird diskutiert
Nun fordert der Gemeinderat die Bevölkerung auf, über die Zukunft des Areals am 24. Januar 2026 mitzudiskutieren. Dann findet ein Mitwirkungsanlass im Gasthaus zur Tanne von 9 bis 15 Uhr statt. Die Gemeinde hofft, dadurch die Wünsche der Einwohnerinnen und Einwohner für die künftige Nutzung des Gebäudes abholen zu können.
Letztlich soll ein Konzept ausgearbeitet werden, das für Bauma finanziell tragbar ist. Vorgesehen sind derzeit zusätzliche Wohnungen und eine vielseitige Nutzung der «Tanne».