Alternative Wetzikon tritt 2026 nicht mehr zu den Wahlen an
Nach 12 Jahren
Die Stadt Wetzikon verliert eine politische Kraft am linken Rand des Spektrums. Die Alternative Wetzikon zieht sich aus dem Parlament zurück.
2014 führte die Stadt Wetzikon einen Parlamentsbetrieb ein und seither ist die Alternative Wetzikon dort vertreten, seit 2018 sogar mit zwei Sitzen in der 36-köpfigen Legislative. Nun hat die Mini-Partei bekannt gegeben, dass sie sich aus der Parlamentsarbeit zurückzieht. Die beiden bisherigen AW-Vertreter, Marco Müller und Robin Schwitter, stellen sich am 12. April 2026 nicht mehr zur Wahl.
Der Rückzug erfolge aus persönlichen Gründen, sagt Bigi Obrist, die die Bewegung vor zwölf Jahren ins Leben gerufen hatte, von 2014 bis 2023 selbst im Stadtparlament politisierte und zweimal fürs Stadtpräsidium kandidierte.
Die Gründe sind so einleuchtend wie auch typisch für die Kommunalpolitik: Marco Müller fehlt schlicht die Zeit für das Amt. Der Geschichtslehrer arbeitet am Gymnasium Laufen und pendelt vom Zürcher Oberland ins Baselbiet. Und Robin Schwitters Lebensmittelpunkt liegt mittlerweile im Grüt in der Gemeinde Gossau.

