Wetzikon senkt die Strompreise um rund 13 Prozent
Die Stadtwerke Wetzikon reduzieren ab 2026 ihre Strompreise. Grund dafür sind unter anderem günstigere Einkaufspreise für Energie. Aber nicht nur Wetzikon vermeldet gute Nachrichten.
Die Stadtwerke Wetzikon verkünden eine freudige Nachricht: Per 1. Januar 2026 gehen die Strompreise weiter zurück. Unter Einbezug von Energie, Netznutzung, Abgaben und Messkosten ergibt sich eine durchschnittliche Reduktion von 13 Prozent. Der Energiepreis beim Standardtarif allein geht um rund 23 Prozent zurück.
Die neuen Strompreise für das Tarifjahr 2026 sind vom Stadtrat bereits verabschiedet worden. Dem Parlament wird das nun zur Genehmigung vorgelegt. Die Stadt Wetzikon hat zurzeit den höchsten Strompreis des ganzen Kantons – was auch schon von örtlichen Politikern bemängelt wurde. Ob sich dies auch weiterhin so halten wird, hängt von der Preisentwicklung der anderen Stromlieferanten ab.
Neue Produkte
Wie die Stadt Wetzikon mitteilt, ist die Senkung nicht nur auf die Entspannung an den internationalen Energiemärkten zurückzuführen, sondern auch auf neue Lieferverträge mit zwei Laufwasserkraftwerken an der Aare. Die abgeschlossenen Verträge mit einer Laufzeit von zehn Jahren stabilisieren die Preise langfristig. Zudem erfüllen sie die gesetzliche Vorgabe, mindestens 20 Prozent des Stroms aus Schweizer Quellen zu beziehen.
Ausserdem wird das Produktangebot angepasst: Im Standardmix setzen die Stadtwerke auf 100 Prozent erneuerbare Energien aus der Schweiz und Europa. Damit entfällt das bisherige Wahlprodukt «Option Regio». Das Wasserkraftangebot «Aabachstrom» bleibt aber bestehen. Für Betreiberinnen und Betreiber von Solaranlagen gilt ab 2026 ein Rückliefertarif von 10,17 Rappen pro Kilowattstunde.
Strom im Kanton wird günstiger
Sinkende Strompreise sind keine Eigenheit von Wetzikon. Bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) gehen die Strompreise 2026 um durchschnittlich 11 Prozent zurück. Ein Haushalt spart somit rund 90 Franken pro Jahr. Hintergrund der Preisreduktion sind tiefere Beschaffungskosten dank sinkenden Marktpreisen.
Zugleich schaffen die EKZ Hoch- und Niedertarif ab und führen einen Einheitstarif ein. Dieser kann sich von Quartal zu Quartal verändern. Neu gibt es zudem einen Wahltarif, der sich an den stündlichen Marktpreisen orientiert und sich laufend anpasst. Dies ist laut den EKZ ein wichtiger Hebel, um das Stromnetz zu entlasten. (mgp)