Der Brüttener Tunnel wird 430 Millionen teurer als geplant
Der Bahnausbau «Mehrspur» wird statt 2,9 Milliarden voraussichtlich 3,3 Milliarden Franken kosten. Im Herbst soll er genehmigt werden.
Es ist ein Megaprojekt: «Mehrspur Zürich–Winterthur» soll den Flaschenhals beim Bahnhof Effretikon entschärfen. Heute fahren alle Züge zwischen Zürich und Winterthur diese Schleife. Entsprechend sind die zwei Gleise ausgelastet und mehr Züge unmöglich – doch die Passagierzahlen steigen. Abhilfe soll der neun Kilometer lange Brüttener Tunnel mit Portalen in Winterthur, Bassersdorf und Dietlikon schaffen, der zwei zusätzliche Gleise umfasst.
Die SBB planen das Projekt im Auftrag des Bunds. Nach über zehn Jahren Planung steht «Mehrspur» nun kurz vor der Bewilligung. Doch die veranschlagten Kosten sind zuletzt erheblich gestiegen: von 2,84 Milliarden Franken – Stand 2024 – auf 3,27 Milliarden Franken. Das sind 428 Millionen Franken mehr.
Dies schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV) im Standbericht 2024. Die Teuerung miteinkalkuliert, wären es sogar 550 Millionen Franken mehr. Das entspricht praktisch der Marge von 20 Prozent, welche die SBB angeben.

