Endlich etwas für die Bevölkerung auf dem Innovationspark
Kommunale und kantonale Politprominenz haben beim Flugplatz Dübendorf einen Rundweg eröffnet. Der Innovationspark als einstiges «rotes Tuch» der Bevölkerung soll damit attraktiver werden.
Nein, mit Innovation hat der neue Rundweg in Dübendorf nicht viel zu tun. Die acht Kilometer lange Strecke mit Parkbänken, Picknickplätzen sowie Spiel- und Verweilorten bringt aber Leben rund um den Innovationspark. Denn nun können sich Spaziergänger und Velofahrer auf einer eigens geschaffenen Strecke entlang dem Flugplatz bewegen und etwas erleben. Die Kosten von 370'000 Franken teilen die drei Standortgemeinden gleichmässig unter sich auf.
André Ingold (SVP), Stadtpräsident von Dübendorf, Marlis Dürst (Forum), Gemeindepräsidentin von Wangen-Brüttisellen, Jean-Philippe Pinto (Die Mitte), Gemeindepräsident von Volketswil, und Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) eröffneten den «Flugweg». Gemeinsam entfernten sie ein Abdeckpapier von Bretterwänden, die in einem Dreieck angeordnet in der Nähe der Bushaltestelle Flugplatz stehen.
Der Innovationspark war lange ein rotes Tuch.
André Ingold, Stadtpräsident Dübendorf (SVP)
Darauf sind Informationsschilder zum neuen Abenteuerweg für Familien oder eine Übersichtskarte zum Rundweg montiert. Einen solchen Informationspunkt gibt es auch in den anderen beiden Gemeinden.
Zeigen, was «hier draussen» passiert
Im Pavillon des Innovationsparks hielt Walker Späh eine Ansprache vor geladenen Gästen. Wobei sie es sich nicht nehmen liess, ein weiteres Mal von der wirtschaftlichen Bedeutung des Innovationsparks zu schwärmen, bevor sie auf das aktuelle Thema zu sprechen kam: «Jetzt haben wir auch einen Rundweg – etwas für die Bevölkerung.» Dieser zeige, dass die Gebietsentwicklung möglich sei, indem man auch der Bevölkerung etwas gebe.
Stadtpräsident André Ingold erwähnte zuerst die Tragweite des neuen Rundwegs als Teil des regionalen Richtplans Glattal, bevor er auf die Bedeutung für die Dübendorferinnen und Dübendorfer zu sprechen kam. Laut Ingold ging es auch darum, der Bevölkerung so schnell wie möglich etwas zu zeigen, das «hier draussen» passiert.
«Der Innovationspark war lange ein rotes Tuch.» Man habe in der Bevölkerung Angst vor der Grösse und den Konsequenzen des Ausbaus gehabt, was ja zum Teil berechtigt sei, sagte Ingold. «Nun steigt aber die Akzeptanz nicht zuletzt wegen des neuen Flugwegs.»
Erlebnisweg führt erst mal noch durch Quartiere
Auf dem neuen Rundweg soll es viel zu den Themen Natur, Aviatik, Innovation und Transformation zu entdecken geben. Mit Informationstafeln ist die Entwicklung des Innovationsparks sowie des gesamten Flugplatzgeländes ausgeschildert.
Da das Flugplatzgelände aktuell eingezäunt ist, verläuft der Weg abschnittweise vorerst noch über angrenzende Strassenachsen und Quartiere. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wird mit der fortschreitenden Transformation des Areals die Einzäunung schrittweise zurückversetzt. Die Wege sollen dann sukzessive direkt über den Flugplatz und die alten Rollbahnen führen. Dabei kommen weitere Erlebnisstationen und Informationstafeln hinzu.