SP-Gemeinderat fordert Halteplatz für Fahrende in Uster
Für Sinti und Jenische
Noch immer fehlt im Oberland ein fester Platz für Fahrende – trotz Pflicht im Richtplan. In Uster sollen nun neue Lösungen gesucht werden.
«In der Richtplankarte wird folgender Standplatz für Fahrende festgelegt: Noch offen.» Dieser Text steht so im regionalen Richtplan Zürcher Oberland. Eigentlich müssten in der Region zwei Halteplätze vorhanden sein, und zwar ein Standplatz und ein Durchgangsplatz – das sieht der kantonale Richtplan vor.
Ein Standplatz dient den fahrenden Minderheiten als ständiger Wohnsitz, insbesondere als Winterquartier, während ein Durchgangsplatz für den temporären Aufenthalt während der Reisetätigkeit vorgesehen ist.
Doch bei der letzten Revision des regionalen Richtplans 2019 wollten die Gemeinden keine solchen Plätze bezeichnen. Die Vorschläge, die die Regionalplanung Zürcher Oberland unterbreitet hatte, lehnten sie ab. Sei es aus Sicherheitsbedenken oder mit Verweis auf die falsche Zone. Auch Uster wollte damals keine Hand bieten für eine Lösung.

