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Bubikon und Dürnten planen Anschluss an Ara Rüti

Die Kläranlagen Rüti und Weidli stehen vor Herausforderungen und grossen Investitionen. Deswegen denken die Gemeinden Rüti, Dürnten und Bubikon um.

Die Kläranlage Weidli steht vor einer Veränderung, sie soll Anschluss an die Kläranlage Rüti finden. (Archiv)

Foto: Mano Reichling

Bubikon und Dürnten planen Anschluss an Ara Rüti

Teure Investition

Die Abwasserreinigungsanlagen stehen vor Herausforderungen. Jetzt denken die Gemeinden Rüti, Dürnten und Bubikon um.

Die Abwasserreinigungsanlage (Ara) Weidli, die von Dürnten und Bubikon betrieben wird, und die Ara Rüti stehen vor Veränderungen. Die Gemeinden planen, die Abwasserreinigung neu zu organisieren.

Beide Abwasserreinigungsanlagen müssen in den nächsten Jahren ihre gewässerschutzrechtliche Einleitungsbewilligungen erneuern lassen und somit strenge Anforderungen erfüllen, wie die Gemeinde Rüti mitteilt.

Künftig müssen organische Spurenstoffe zu mindestens 80 Prozent eliminiert werden. Diese Mikroverunreinigungen gelangen beispielsweise durch Arzneimittel, Kosmetikprodukte oder Biozide ins Abwasser – heute können diese Elemente nur geringfügig eliminiert werden. Auch der Grenzwert für Ammoniak- und Ammoniumstickstoff ist verschärft worden.

Ara Rüti wird ausgebaut

Die neuen Anforderungen bedeuten für Kläranlagen eine hohe Investition, wie in der Mitteilung steht. Eine Variantenstudie habe jedoch gezeigt, dass ein Anschluss der Ara Weidli an die Ara Rüti nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch ökologischer sei.

Eine grössere Ara könne die geforderte Reinigungsleistung zu niedrigeren Kosten erzielen und den Betrieb in verschiedenen Bereichen optimieren. Bereits im Jahr 2020 habe sich der Kanton für die Ara Rüti als zentralen Standort ausgesprochen.

Nun wird der Anschluss der Ara Weidli an die Ara Rüti geprüft. Dafür müsste die Rütner Kläranlage erneuert werden, und eine Anschlussleitung sowie ein Pumpwerk in der Nähe der Autobahnausfahrt Rüti müssten gebaut werden. Die Abwasser-, Schlamm- und Gasanlagen sollen abgerissen und ersetzt werden. Auch das Betriebsgebäude solle modernisiert werden, schreibt die Gemeinde Rüti.

Ein Plan mit dem Ausbau der Ara Rüti und dem Anschluss der Ara Weidli.
Die Ara Rüti und die Ara Weidli sollen sich zusammenschliessen. Die Anschlussleitung wäre etwa 2,5 Kilometer lang.

Ausserdem soll die Ara Weidli zu Teilen rückgebaut werden: Die Regen- und Havariebecken sowie eine kleine Pumpstation und das Rechengebäude würden verbleiben. Der Zweckverband Ara Weidli soll aufgelöst werden.

Investition in Millionenhöhe

Die Gemeinden Rüti, Dürnten und Bubikon setzen bei der Erneuerung der Ara Rüti auf das bestehende Finanzierungsmodell. Die Kosten für die neue Anlage werden auf etwa 32,44 Millionen Franken geschätzt, die der Anschlussleitung betragen etwa 8,79 Millionen Franken. Für den Rückbau der Ara Weidli kommen weitere 5,81 Millionen hinzu.

Rüti übernimmt als Eigentümerin die Investition, die Partnergemeinden beteiligen sich über Betriebskosten und Abschreibungen. Vom Bund könnten insgesamt knapp 3 Millionen Franken erwartet werden, schreibt die Gemeinde.

Die Vorlage ist von den Gemeinderäten der betroffenen Gemeinden verabschiedet worden. Rüti wird im Herbst 2025 an der Urne über einen Kredit von 52,74 Millionen Franken abstimmen – in diesem Betrag sind die bisher angelaufene Teuerung bereits enthalten und eine Reserve von 15 Prozent sowie auch die Mehrwertsteuer. Bubikon und Dürnten werden jeweils an der Gemeindeversammlung über die Auflösung des Zweckverbands Ara Weidli abstimmen.

Sollten alle drei Gemeinden sich dafür aussprechen, dann ist der Baustart 2027 oder 2028 vorgesehen. Die Bauzeit werde rund sechs Jahre dauern.

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