Für ihn ist nach 20 Jahren in der Politik in Dürnten Schluss
Gemeindepräsident verzichtet auf Wiederwahl
Peter Jäggi – ein bekanntes Gesicht in Dürnten. Seit vielen Jahren engagiert er sich in der lokalen Politik. Doch schon bald zieht er sich aus dem Gemeinderat zurück.
Nächstes Jahr politisiert Peter Jäggi (FDV) bereits seit zwei Jahrzehnten in Dürnten. Jedoch entschied sich der Dürntner Gemeindepräsident dazu, bei den Wahlen im März 2026 nicht mehr anzutreten. «Für mich ist es jetzt ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören», sagt er.
Wie entschieden sich die anderen Gemeinderäte?
Wer an Peter Jäggis Stelle für das Gemeindepräsidium kandidieren will, ist noch unklar. Dafür verkünden drei Gemeinderäte, sich für die Amtsdauer 2026–2030 wieder zur Wahl zu stellen: Jasmin Aeschbacher (FDV), Gabi Guyer (FDV) und Thomas Honegger (parteilos). Noch unentschlossen zeigen sich Urs Roth (parteilos) und Roman Braun (parteilos). Die Schulpräsidentin und gleichzeitig Mitglied des Gemeinderats, Miriam Cadisch (FDP), entschied sich für eine erneute Kandidatur.
Über die Absichten der Mitglieder der Sozialbehörde, Schulpflege und Rechnungsprüfungskommission bezüglich Wiederwahl wird zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert, wie der Gemeinderat Dürnten mitteilt. (jgu)
Im Jahr 2006 startete Jäggi sein politisches Engagement im Gemeinderat. Während 12 Jahren leitete er das Ressort Schutz und Sicherheit. 2018 wurde er Gemeindepräsident. Ende Juni 2026 endet die laufende Amtszeit und somit auch Jäggis politische Karriere in Dürnten.
Obwohl er die Erwartungshaltung vernahm, dass er eine weitere Amtsperiode anhängen solle, entschied er sich dagegen: «Die Gemeinde ist solide aufgestellt – personell wie auch finanziell. Nun soll eine andere Person die Chance erhalten, das Gemeindepräsidium zu übernehmen.»
Jäggi blickt auf eine ereignisreiche Zeit zurück. Gerade aus baulicher Sicht habe sich Dürnten stark entwickelt. Er zählt eine Reihe von Projekten auf, die bereits realisiert wurden, in Umsetzung oder in Planung sind. «Es ist wie ein ewiges Rad, das nie aufhört zu drehen.»
Auffallend sei, dass viele Unternehmen aus dem Dorfkern verschwunden seien. Heute stünden dort vor allem Wohnungen. «Deshalb soll das Dorfzentrum wieder belebt werden, damit Dürnten nicht noch mehr zu einem Schlafdorf wird», sagt Jäggi. Erst steht aber bis im Jahr 2027 der Umzug der Gemeindeverwaltung in den Ortsteil Tann an, wo das neue Gemeindehaus gebaut wird. Die Entwicklung des Dorfzentrums wird demnach vor allem den nächsten Gemeindepräsidenten oder die nächste Gemeindepräsidentin beschäftigen.
Mehr Natur, weniger Politik
Und wie geht es nun für Peter Jäggi weiter? Wie er sagt, beanspruche das Milizamt viel Zeit. So sei er bis anhin zu 150 Prozent ausgelastet gewesen. «Da musste ich viel zurückstecken.» Doch jetzt ist eine Besserung in Sicht. Nach seiner letzten Amtsperiode wird er deshalb vermehrt in der Natur anzutreffen sein. Vielleicht eine grössere Strecke mit dem Velo zurücklegen, aber auch auf das Wandern freue er sich. «Langweilig wird es mir sicher nicht.»
Bis zur offiziellen Pensionierung bleibt Jäggi gut drei Jahre. Allenfalls werde er nach seinem 65. Geburtstag als Bauführer weiterarbeiten. Das sei aber noch nicht spruchreif.