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Parkieren in Bauma bleibt gratis

Parkgebühren sind in Bauma vorerst vom Tisch. Trotzdem will der Gemeinderat beim Parkieren strengere Regeln - und Kontrollen.

In Bauma ist an schönen Wochenenden jeweils viel los, und entsprechend sind die Parkplätze schnell besetzt. 

Foto: Manuela Kägi

Parkieren in Bauma bleibt gratis

Nach Kritik aus der Bevölkerung

Wie löst man das Parkplatzproblem in Bauma? Das Thema beschäftigt die Gemeinde seit Jahren. Aber Parkgebühren sind für den Gemeinderat nun doch nicht Teil der Lösung.

Alle Parkplätze beim Bahnhof sind besetzt – ein bekanntes Bild in Bauma an sonnigen Wochenenden. Die Autofahrerinnen und Autofahrer parkieren ihre Wagen deshalb auf anderen Plätzen oder Gemeindestrassen. Ein Ärgernis für viele Baumerinnen und Baumer.

Diesem Problem hat sich der Gemeinderat im Jahr 2021 angenommen. Das Ziel war, das Parkierungskonzept von 2008 zu überarbeiten. Ein Vorschlag war, auch Parkgebühren einzuführen.

«Wir können uns vorstellen, dass wir die Parkplätze im Zentrum in Kombination mit einer Gratis-Parkzeit auch monetär bewirtschaften», sagte die zuständige Gemeinderätin Heidi Weiss (EVP) im Sommer 2023. «Das ist eine Grundsatzfrage, die wir klären müssen – zusammen mit der Bevölkerung.»

Bewirtschaftung ja, Gebühren nein

Das hat die Gemeinde in der Zwischenzeit getan. Doch die Idee des Gemeinderats fand bei den Baumerinnen und Baumern nur wenig Gegenliebe. Das zeigte sich an der Info-Veranstaltung nach der Gemeindeversammlung im März letzten Jahrs.

Der Entwurf des neuen Parkierungskonzepts sorgte für viele Fragen und Rückmeldungen – und es zeigte sich ein klares Bild: Die Anwesenden bevorzugten in einer kurzen Umfrage die zeitliche Begrenzung von Parkmöglichkeiten. Von Gebühren wollten sie aber nichts wissen.

Der Gemeinderat hat nun diesem Wunsch entsprochen und das Konzept nochmals überarbeiten lassen. Im Baumer Zentrum will er jetzt eine Bewirtschaftung der Parkplätze einführen. So darf man von 6 bis 22 Uhr nur noch maximal vier Stunden einen Parkplatz besetzen. Beim Hallenbad beträgt die Grenze sechs Stunden.

Die gleiche Regel gilt auch für alle öffentlichen Bauten wie der Friedhof oder die Gemeindeverwaltung. Bei Schulanlagen gibt es ein Parkverbot von 6 bis 17 Uhr – im Anschluss ist das Parkieren für die Öffentlichkeit erlaubt.

Damit dies eingehalten wird, soll die Gemeinde laut dem Konzept eine Kontrollperson einsetzen, die auch befugt ist, Parkbussen auszustellen.

Keine neuen Auflagen gibt es in Bauma derweil für Parkplätze in den Naherholungsgebieten wie beispielsweise bei der reformierten Kirche Sternenberg oder in der Wellenau.

Freiwillige Auflage

Da mit dem neuen Konzept keine Gebühren erhoben werden, hätte der Gemeinderat dieses auch in eigener Kompetenz verabschieden können. «Es ist ihm jedoch wichtig, die Anliegen der Bevölkerung bestmöglich zu berücksichtigen», schreibt er in einer Mitteilung in der «Baumer Ziitig».

Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, den Entwurf noch bis zum 28. Februar öffentlich aufzulegen. In dieser Zeit können alle interessierten Personen schriftlich bei der Gemeinde ihre Stellungnahme einreichen.

Das überarbeitete Parkierungskonzept ist auf der Gemeindewebsite bauma.ch aufgeschaltet und kann auch auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

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