Bald können sich die Rütner zur geplanten AG des Breitenhofs äussern
Die Meinung ist gefragt
Der Plan des Gemeinderats in Rüti ist festgesetzt: Das Alterszentrum Breitenhof soll eine Aktiengesellschaft werden. Doch jetzt ist zuerst die Bevölkerung am Zug.
Die Gemeinde Rüti plant, das Alterszentrum Breitenhof aus der Verwaltung herauszulösen und in eine selbständige Aktiengesellschaft (AG) umzuwandeln. Bevor voraussichtlich im kommenden Herbst die Stimmbevölkerung über das Vorhaben entscheiden soll, spielt der Gemeinderat erst den Einwohnern den Ball zu.
Denn die Rütnerinnen und Rütner haben in gut drei Wochen die Möglichkeit, ihre Anliegen und Wünsche in einem Mitwirkungsverfahren zu teilen. Dieses startet am 6. Februar um 19 Uhr mit einer Informationsveranstaltung im Zentrum Breitenhof und dauert bis zum 21. März an.
Über die Website www.mitwirken.rueti.ch schaltet der Gemeinderat alle Unterlagen zur Verselbständigung des Alterszentrums ab dem 7. Februar auf. Die entsprechenden Dokumente hat der Gemeinderat an seiner Sitzung Anfang Jahr verabschiedet, wie er in einer Mitteilung schreibt.
Weshalb ist eine AG nötig?
Das Umfeld der Alters- und Pflegeheime habe sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Zahl der älteren Menschen steige, wodurch auch der Bedarf an Pflegeplätzen wachse, argumentiert der Gemeinderat. Gleichzeitig haben sich die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner gewandelt. Dazu verändern sich die Krankheitsbilder im Alter.
Deshalb sei es vonnöten, neue Konzepte in der Betreuung zu entwickeln. Das Zentrum Breitenhof muss sich demnach den veränderten Lebensstilen ihrer Bewohner anpassen.
Heute versteht sich der Breitenhof als Wohn- und Begegnungszentrum; es umfasst 95 Plätze. Zudem verfügt das Zentrum über eine auf Demenz spezialisierte Abteilung.
Als AG mit gemeinnützigem Zweck könne das Alterszentrum seine Aufgaben besser wahrnehmen sowie auf Veränderungen schneller reagieren. Beispielsweise seien Kooperationen mit anderen Alterseinrichtungen unkomplizierter möglich.
«Oberstes Ziel ist eine qualitativ hochstehende und bezahlbare Betreuung im Alter für alle Rütnerinnen und Rütner», heisst es in der Mitteilung. Die Gesellschaft bleibe deshalb auch nach der Umwandlung im Besitz der Gemeinde.