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Verein will Pumptrack-Bau in Bauma vorantreiben

Eigentlich steht jetzt die Gemeinde unter Zugzwang und muss eine Vorlage für einen Pumptrack ausarbeiten. Die Initianten des Projekts wollen aber mithelfen.

Der Pumptrack in Rikon soll ein Vorbild für Bauma sein. Dieser Meinung war eine Mehrheit an der Gemeindeversammlung.

Foto: André Gutzwiller

Verein will Pumptrack-Bau in Bauma vorantreiben

Nach Ja an Gemeindeversammlung

Die Bürger wollen in Bauma einen Pumptrack bauen. Das konkrete Projekt muss die Gemeinde erst ausarbeiten – trotzdem wollen die Initianten nicht untätig bleiben.

Die Baumerinnen und Baumer wollen einen Pumptrack. Das haben sie an der Gemeindeversammlung im September zum Ausdruck gebracht. Sie haben eine Initiative, die Turi Manz zusammen mit weiteren Mitstreitern eingereicht hatte, deutlich angenommen – und dies gegen den Willen des Gemeinderats.

Mit dem Ja an der Gemeindeversammlung ist nun der Gemeinderat unter Zugzwang. Er muss eine Umsetzungsvorlage ausarbeiten und ein ausgereiftes Projekt für einen Pumptrack vorlegen – und zwar innert eineinhalb Jahren.

Auch wenn der Ball noch bei der Gemeinde liegt, hat sich bereits ein Trägerverein für den Bau des Pumptracks gebildet. Der Vorstand setzt sich unter dem Vorsitz von Turi Manz aus den weiteren Initiantinnen und Initianten zusammen.

«Wir machen nicht einfach einen Verein, weil es ‹lustig› ist», sagt Vizepräsident Silvano Zanchi. Das Ziel sei, die Gemeinde bei der Umsetzung des Projekts zu unterstützen. «Wir haben diese Initiative mit dem Willen eingereicht, uns auch zu engagieren.»

Es geht dem Verein nicht darum, dass er der Verwaltung auf die Finger schauen will. Zanchi und seine Mitstreiter können sich auch vorstellen, dass sie dereinst den Betrieb und Unterhalt für den Pumptrack sicherstellen.

Schwierige Suche nach Land

Eine Voraussetzung für die Initianten war aber, dass der Verein auch mit der Gemeinde zusammenarbeiten kann.

Ein erster Austausch mit Exponenten der Verwaltung hat auch schon stattgefunden – eine nächste Sitzung ist im Dezember geplant. Aktuell geht es dabei vor allem um ein Hauptproblem für das ganze Unterfangen: die Suche nach einem geeigneten Landstück.

Der Flächenbedarf für ein solches Projekt beträgt laut dem Gemeinderat je nach Ausgestaltung rund 1000 bis 1500 Quadratmeter. Seine ablehnende Haltung zur Initiative begründete er denn auch so: «Die Gemeinde verfügt über kein geeignetes Grundstück, und der Gemeinderat erkennt grosse Schwierigkeiten darin, in Bauma ein geeignetes Grundstück zu vernünftigen Konditionen zu finden.»

Der Erwerb eines Grundstücks könne – je nach Standort – die Projektkosten um ein Vielfaches in die Höhe treiben.

Angebot werde genutzt

Spruchreif ist aber ohnehin noch nichts. Die Unsicherheiten und die weiteren Schritte bis zur Umsetzung schrecken Silvano Zanchi und seine Mitstreiter aber nicht ab.

Man sieht einen Mountainbike-Fahrer.
Silvano Zanchi ist oft auf dem Bike anzutreffen – und schätzt den Pumptrack in Rüti. In Bauma wünscht er sich ebenfalls einen.

Sie sind weiterhin fest von ihrer Idee überzeugt. «Bauma hat keinen öffentlich zugänglichen Spielplatz und keine öffentlich zugängliche Freizeitanlage», betont Zanchi. Bauma habe jetzt die Chance, ein attraktives Freizeitangebot für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen. «Beim Pumptrack ist für jedes Niveau etwas dabei, sogar für Erwachsene.»

Der passionierte Velofahrer, der auch im Vorstand des Veloclubs Bauma sitzt, ist regelmässig auf dem Pumptrack in Rüti anzutreffen. Das Gegenargument einiger, dass ein Parcours nicht rege genutzt werden würde, kann er deshalb nicht nachvollziehen. «Auf dem Pumptrack in Rüti war ich praktisch noch nie allein.»

Dass der Velo-Parcours auch ein stolzes Preisschild haben kann, ist ihm bewusst. Er ist trotzdem positiv: «Wir geben unser Bestes, um eine attraktive, aber natürlich auch preiswerte Lösung für die Bevölkerung zustande zu bringen.»

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