Bezirksrat sieht bei «Maurmer Post» keinen Handlungsbedarf
Nach Aufsichtsbeschwerden
Der Bezirksrat stützt das Vorgehen der Gemeinde Maur rund um die Krise bei der «Maurmer Post». Doch drängende Fragen über die Zukunft der Zeitung will er nicht beantworten.
Ein Artikel über ein mutmassliches Tötungsdelikt in Maur im Februar liess im Dorf die Wogen hochgehen. Und er stürzte die Gemeindezeitung «Maurmer Post» in die Krise.
Im Text «Tod im Sponstürli» erhob die Schwester des Verstorbenen schwere Vorwürfe gegen die Gemeinde und gab ihr eine Mitschuld am Geschehenen – die Verwaltung wurde aber nicht zur Stellungnahme eingeladen.
In der Folge wurde der Autor des Artikels bis zur ordentlichen Pensionierung im September freigestellt – und zwar wegen «schwerer Verstösse gegen die redaktionellen Richtlinien», wie der Gemeinderat in einer späteren Ausgabe der «Maurmer Post» schrieb. Der befristete Vertrag mit Chefredaktor Thomas Renggli wurde Ende März ebenfalls nicht verlängert. Dass seine Stelle überhaupt neu ausgeschrieben wurde, hatte bereits im Vorfeld für Misstöne gesorgt.

