Politik

Bezirksrat Alex Gantner aus Maur verzichtet auf Kandidatur

Erst verlor er die Unterstützung seiner Partei, dann trat er aus. Nun kandidiert Alex Gantner auch nicht mehr als Bezirksrat in Uster. Wie es für ihn weitergeht, bleibt unklar.

Alex Gantner, Bezirksrat in Uster, tritt nächstes Jahr sein Amt ab.

Foto: PD

Bezirksrat Alex Gantner aus Maur verzichtet auf Kandidatur

Nach Streit mit der FDP

Nachdem der bisherige FDP-Bezirksrat aus der Partei ausgetreten ist, gibt er sein Amt nun im nächsten Sommer kampflos auf.

Im Februar 2025 finden voraussichtlich die Wahlen für die Bezirksräte, deren Ersatzmitglieder, des Statthalters und der Staatsanwälte in den Bezirken Uster, Pfäffikon und Hinwil statt. Der amtierende Bezirksrat in Uster, Alex Gantner (parteilos), wird nun offiziell auf eine weitere Kandidatur verzichten, wie er dieser Redaktion am Freitag persönlich mitteilte.

Der neue Bezirksrat in Uster steht fest

Am Freitag lief die zweite Frist für Wahlvorschläge für Statthalter, Bezirksräte, Ersatzmitglieder und Staatsanwälte im Bezirk Uster ab. Da es gleichviele Kandidaten wie auch zu besetzende Ämter gibt, werden sie ohne Urnenabstimmung in stiller Wahl als gewählt erklärt. Der offizielle Beschluss der Bezirksratskanzlei wird voraussichtlich nächste Woche publiziert.

Das sind die neuen Amtsträger

Statthalter

Markus Ehrensperger (SVP), Uster, neu

Mitglieder des Bezirksrats

Markus Blass (FDP), Volketswil, neu

Daniel Frei (GLP), Uster, bisher

Ersatzmitglieder des Bezirksrats

Barbara Bussmann (SP), Volketswil, bisher

Jennifer Günter (FDP), Mönchaltorf, neu

Staatsanwälte

Andreas Wicky (Die Mitte), Männedorf, bisher

Jasmina Husidic (Die Mitte), Dübendorf, bisher

Annina Marxer (GLP), Zürich, bisher

Gabriela Wyden (SP), Volketswil, bisher

Wochen zuvor kehrte ihm seine damalige Partei, die FDP, den Rücken zu. Grund waren mehrere Meinungsverschiedenheiten und Gantners Nationalratskandidatur im vergangenen Jahr auf der Liste der Corona-Skeptiker-Bewegung Mass-Voll.

Der bürgerliche Vorstand der Bezirkspartei entschied sich daraufhin, Gantner der Delegiertenversammlung nicht mehr zur Wahl vorzuschlagen. Letztere folgte dem Vorstand. Dies geschieht höchst selten, denn Bezirksräte werden normalerweise stets wiedergewählt.

«Ich war sehr enttäuscht, dass mich die langjährigen Weggefährten der Partei fallen gelassen haben. Es gab vorgängig keinen offenen Dialog, es war nichts anderes als ein abgekartetes Spiel», so Gantner.

Offene Zukunft

Vor zwei Wochen zog Gantner seine Konsequenzen: Er verliess die Partei. Damals war seine politische Zukunft noch ungewiss. Heute ist klar, dass er sich auch auf einen möglichen Wahlkampf gegen die FDP nicht mehr einlässt.

«Für mich ist es wie ein Befreiungsschlag, nun unabhängig politisieren zu können», sagt der Maurmer. Er wolle aus der Negativspirale, in welcher sich die FDP bezüglich ihrer Inhalte und ihres politischen Stils befände, herauskommen.

Jetzt bleibt noch offen, wie es für Gantner nach seiner Bezirksratskarriere weitergeht. «Es ist noch nichts spruchreif.» Doch in gut acht Monaten endet seine Amtszeit. «Ich hatte Freude, den Bezirksrat über sieben Jahre als Aufsichtsbehörde mit klarem Profil mitprägen zu können.»

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