«Die Partei hat mich fallen gelassen»: Alex Gantner tritt aus der FDP aus
Aufgrund Nichtnomination für Bezirksrat
Die FDP verwehrte Alex Gantner ihre Unterstützung im Hinblick auf die bevorstehenden Erneuerungswahlen des Bezirksrats. Nun hat Gantner die Partei verlassen.
Alex Gantner, seit sieben Jahren im Bezirksrat Uster, kehrt der FDP den Rücken. Der 55-jährige Maurmer ist Anfang Woche aus der FDP Maur, aber auch allen anderen FDP-Strukturen ausgetreten. Eine Reaktion auf die Entscheidung der FDP, Gantner bei den anstehenden Erneuerungswahlen des Bezirksrats nicht mehr zu unterstützen.
Die Delegiertenversammlung der FDP-Bezirkspartei hat vor Kurzem entschieden, Markus Blass aus Volketswil anstelle von Gantner als offiziellen Kandidaten für die Bezirksratswahlen zu nominieren. Der Austritt sei für ihn nun die logische Konsequenz. «Für mich stimmt gar nichts mehr. Die Partei hat mich fallen gelassen», so Gantner.
Jetzt herrschen klare Verhältnisse.
Alex Gantner über seinen Austritt aus der FDP
Grund für den Vertrauensentzug seitens FDP sind Gantners Nationalratskandidatur für die überparteiliche Bewegung der Bürgerrechtler und Corona-Skeptiker Mass-voll sowie die Mitgliedschaft im ebenfalls parteiübergreifenden Komitee der Neutralitätsinitiative. «Eine Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen, die sich aber nach wie vor im liberalen Werteumfeld bewegen. Das irritiert», sagt Gantner dazu.
Der Austritt sei für ihn im Endeffekt ein Befreiungsschlag. «Jetzt herrschen klare Verhältnisse.»
Wie es politisch nun weitergeht, ist für Gantner noch nicht klar. Fest steht, dass er sich auch als Parteiloser für eine dritte Legislatur als Bezirksrat bewerben könnte. Es seien noch alle Optionen offen, so der Maurmer. «Sicher ist, dass ich politisch aktiv bleibe.»
Noch alles offen
«Jeder Austritt aus der FDP ist schade. Auch der von Herrn Gantner», sagt Patrick Kocher, Präsident der FDP des Bezirks Uster zur Austrittsentscheidung. Der Prozess in Bezug auf die Wahlempfehlung für die Bezirksratswahlen sei sauber eingehalten worden. «Am Schluss ist es seine persönliche Entscheidung, die wir zu akzeptieren haben», so Kocher.