Einwohner von Wald verzichten auf Mindestabstand von Windrädern
Überraschendes Abstimmungsergebnis
Potenzialgebiete für Windräder im Oberland: Wo haben sie die Gemüter nicht erhitzt? In Wald ist man anscheinend besonders besorgt und stimmt über eine Initiative ab, die höchstwahrscheinlich nicht umsetzbar ist.
Eigentlich vertraut man an Gemeindeversammlungen den ausgewählten Stimmenzählern. Schliesslich werden die Stimmberechtigten zu Beginn der Versammlung darum gebeten, diese zu bestätigen. Dennoch musste in Wald am vergangenen Donnerstagabend eine sogenannte geheime Abstimmung durchgeführt werden, da mehrere von den 151 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern ein Traktandum als so zukunftsweisend betrachteten, dass sie eine Wahl mittels Stimmzettel akzeptierten. Aber dazu später mehr.
Abstimmung ohne Wirkung?
Es ging während rund eineinhalb Stunden um die Initiative zu Mindestabständen von Windrädern. Die von 167 Bürgern eingereichte Initiative verlangt den ergänzenden Passus «1000 Meter Abstände zu Wohnhäusern» in der Bau- und Zonenordnung (BZO). Dies, obwohl auch den Initianten längst klar war, dass die Rechtslage hinsichtlich der Umsetzbarkeit der Initiative mehr als unsicher ist.

