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Wetzikon kann Schulhaus Walenbach für 50 Millionen modernisieren

Die Zustimmung beträgt 55,6 Prozent. Die Freude ist bei Stadträtin Sandra Elliscasis trotzdem gross. Das sind ihre Gründe.

Das Schulhaus Walenbach soll bald in neuem Glanz erstrahlen. Das hat aber seinen Preis.

Visualisierung: PD

Wetzikon kann Schulhaus Walenbach für 50 Millionen modernisieren

Kein überwältigendes Ja

Die Wetzikerinnen und Wetziker sagen mit 55,6 Prozent Ja zum «Megaprojekt» Walenbach. Ein Glanzresultat ist es nicht, das hat die zuständige Stadträtin aber auch nicht erwartet.

Die Stadt Wetzikon kann ein teures Projekt realisieren: Das Volk hat den Kredit von insgesamt 49,7 Millionen Franken für die Erweiterung und Sanierung der Primarschulanlage Walenbach angenommen.

Der Ja-Anteil lag bei 55,6 Prozent. 3598 Personen stimmten für den Kredit, 2870 dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,4 Prozent.

«Ich freue mich, dass die Wetziker Stimmberechtigten der Vergrösserung der Schulanlage zustimmen», sagt Sandra Elliscasis (FDP), Stadträtin Finanzen und Immobilien. «Dieser zusätzliche Platz für die Schülerinnen und Schüler ist dringend notwendig.»

Heute werden im Schulhaus Walenbach 13 Schulklassen unterrichtet. Im Schuljahr 2027/2028 werden es gemäss den Prognosen der Schulpflege 17 Schulklassen sein. Bereits seit 2010 steht ein Provisorium auf dem Areal. Dieses soll im Schuhaus Guldisloo weitergenutzt werden. Der dafür nötige Kredit von gut 2,4 Millionen Franken kommt voraussichtlich noch diesen Monat ins Parlament.

Trotz dem bestehenden Provisorium findet der Unterricht im Schulhaus Walenbach bereits heute in sehr beengten Räumlichkeiten statt. Es gibt keine Gruppenräume, und den Werkunterricht müssen die Schülerinnen und Schüler im Sekundarschulhaus nebenan besuchen.

Die Sanierung und Erweiterung der Primarschulanlage ist deshalb von grosser Bedeutung für die Schule Wetzikon. Trotzdem ist die Zustimmung nicht überwältigend: «Uns war bewusst, dass es sich um ein riesiges Projekt handelt», sagt Elliscasis. «Wohl das grösste, das wir bisher an die Urne gebracht haben.»

Das Vorhaben hatte sich in der Vergangenheit mehrmals verzögert – und immer wieder verteuert. «Dieses Ja ist sicherlich kein Glanzresultat.» Angesichts der langen Vorgeschichte sei dies aber auch nicht zu erwarten gewesen.

Im Vorfeld der Abstimmung gaben vor allem die hohen Kosten von knapp 50 Millionen Franken zu reden – auch im Parlament. Dabei waren weder der Sanierungsbedarf beim 1975 erbauten Schulhaus noch die Notwendigkeit von neuem Schulraum umstritten.

Trotz dem hohen Preisschild stellten sich die meisten Wetziker Parteien hinter das Vorhaben – nicht jedoch die SVP und GLP. Erstere sah Einsparungspotenzial bei den Kosten, Letztere kritisierte vor allem die Planung. So wurde in ihren Augen beispielsweise das aktuelle Provisorium nicht berücksichtigt, welches noch für Jahre betrieben werden könnte.

Baustart im Sommer

Diese Argumente der Gegner mochten die Mehrheit der Wetzikerinnen und Wetziker indessen nicht überzeugen. Die Stadt darf das Schulhaus Walenbach jetzt erweitern und sanieren.

«Damit können wir eine Schulanlage bauen, die den heutigen Anforderungen entspricht», ist Elliscasis überzeugt. Davon profitieren alle Nutzerinnen und Nutzer des Schulhauses, allen voran die Kinder. Und trotz dem stolzen Preis spricht sie von einem guten Preis-Leistung-Verhältnis.

Die Arbeiten sollen bereits diesen Sommer beginnen. Der Bau wird in mehreren Etappen erfolgen. Zunächst entsteht der Neubau, der anschliessend als Provisorium für alle Klassen genutzt wird. In einem nächsten Schritt plant die Stadt, den bestehenden Schultrakt zu sanieren. In drei Jahren sollte die gesamte Schulanlage modernisiert sein.

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