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Knall in Pfäffikon: Schulpräsident Hugentobler tritt zurück

Der Schulkonflikt war zu viel: Hanspeter Hugentobler tritt zurück und ist ab sofort krankgeschrieben.

Hanspeter Hugentobler tritt zurück. Er sagt, der Entscheid habe gesundheitliche Gründe.

Foto: Simon Grässle/PD

Knall in Pfäffikon: Schulpräsident Hugentobler tritt zurück

Nach Eklat im Schulhaus Obermatt

Schulpräsident Hanspter Hugentobler (EVP) tritt per sofort aus der Schulpflege zurück. Ein Schritt, den er noch bis vor kurzem ausgeschlossen hatte.

Erst am Donnerstagmorgen haben Pfäffiker Eltern in einem offenen Brief den Rücktritt der Schulführung gefordert.

Am Nachmittag überschlagen sich die Ereignisse: Schulpräsident Hanspeter Hugentobler (EVP) tritt per sofort aus der Schulpflege zurück. «Ich bin für das Amt ab heute vollständig krankgeschrieben», schreibt er in einer Mitteilung. «Zur grossen Aufgabenlast des Schulpräsidiums kam der komplexe Schulkonflikt mit Rücktrittsforderungen und medialer Kampagne dazu, der über Monate andauerte und meine Kräfte überstieg.»

Hugentobler nimmt damit Bezug auf die Vorkommnisse im Schulhaus Obermatt. Ein schwuler Primarlehrer war dort ins Visier wertkonservativer Eltern geraten. Als Anlass für Vorwürfe nahmen sie den Sexualkundeunterricht in der 5. Klasse. Zunächst stellte sich die Schulleitung hinter ihn, dann forcierte sie im Februar seinen Abgang.

Wir haben den Fall im April publik gemacht. Im Anschluss gab die Schulpflege Fehler zu und kündigte eine Aufarbeitung an. Bis im Juli soll ein Bericht vorliegen.

Noch letzte Woche hat Hanspeter Hugentobler keine personellen Konsequenzen in Betracht gezogen. «Das wäre eine populistische Lösung, bei der vermutlich schnell Ruhe eingekehrt wäre», sagte er. Doch man wolle eine nachhaltige Lösung schaffen und aus den Geschehnissen lernen.

Nun nimmt Hanspeter Hugentobler trotzdem den Hut. Er war insgesamt 22 Jahre Mitglied in der Schulpflege, davon 16 als Präsident. Vorderhand muss Vizepräsident Roger Klos (SVP) seine Aufgaben übernehmen.

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