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Übernimmt bald die Stadt Uster die Weihnachtsbeleuchtung?

Die Ustermer Weihnachtsbeleuchtung muss saniert werden. Dafür kann der Verein Herzkern noch aufkommen, doch für die anschliessende Lagerung fehlt das Geld.

Weihnachtsbeleuchtung in Uster: 2022 und 2023 brannte sie nicht. Das soll sich dieses Jahr ändern. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Übernimmt bald die Stadt Uster die Weihnachtsbeleuchtung?

Verein Herzkern mit zu wenig Geld

Im Dezember soll endlich wieder die Ustermer Weihnachtsbeleuchtung brennen. Die Anlage muss saniert werden. Dafür kann der Verein Herzkern noch aufkommen, doch für die anschliessende Lagerung fehlt das Geld.

Wirft man einen Blick auf die aktuellen Temperaturen und Wetterkapriolen, könnte man sich im tiefsten Winter wähnen. Dieser soll im aktuellen Jahr in Uster endlich wieder von der Weihnachtsbeleuchtung hell erleuchtet werden. Zwei Jahre in Folge blieben die Lichter schwarz – zunächst, um Strom zu sparen, dann, um für eine Sanierung der Anlage zu sparen.

Gemäss einem Leistungskontrakt mit der Stadt hat der Verein Herzkern die Aufgabe, die Weihnachtsbeleuchtung zu betreiben. Eine Aufgabe, die den Verein jährlich 40’000 Franken kostet. Bis zur Gründung des Vereins Herzkern wurden die Betriebskosten zwischen dem Gewerbeverband Uster (GVU) und der Stadt aufgeteilt. Seit der Gründung des Vereins bezahlt der GVU seinen Anteil von 20’000 Franken als Beitrag an den Verein Herzkern. Der Anteil der Stadt von 20’000 Franken ist integriert im finanziellen Beitrag von 100’000 Franken an den Verein Herzkern.

Sanierung kann bezahlt werden

Weil die Beleuchtung aber defekt ist, sollte der Verein sie sanieren. Und hat dafür drei mögliche Varianten erarbeitet, wovon der Stadtrat jetzt das «Soft Upgrade» umsetzen will. Bei dieser Variante werden die Kugeln umfangreich umgerüstet. Bei allen Kugeln wird eine neue LED-Technik eingebaut, und die Klangkörper werden demontiert. Die Kosten für diese Variante belaufen sich auf rund 70’000 Franken. Auf- und Abbau sowie die Lagerung kosten 32’000 Franken pro Jahr.

Nun kann der Verein diese Variante mit den Rückstellungen aus den letzten zwei Jahren finanzieren, in denen die Weihnachtsbeleuchtung nicht montiert wurde. Für die Auf- und Abbauarbeiten und die Einlagerung könnte der Verein aber nur noch bis nach der kommenden Adventszeit aufkommen. Anschliessend fehlt dafür das Geld. Und weil auch der Gewerbeverband die Stadt im März darüber informierte, sich nicht mehr finanziell an der Weihnachtsbeleuchtung beteiligen zu können, muss die Stadt in die Bresche springen.

Stadt übernimmt volle Betriebskosten

Wie aus einem Stadtratsbeschluss hervorgeht, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, ob die Weihnachtsbeleuchtung ab 2025/2026 direkt durch die Stadt oder durch den Verein Herzkern im Auftrag der Stadt betreut wird. Ebenso ist zu entscheiden, wer Besitzer der Weihnachtsbeleuchtung wird.

Damit aber auch 2025/2026 eine Weihnachtsbeleuchtung betrieben werden kann, bewilligt der Stadtrat einen wiederkehrenden Kredit in Höhe von 20’000 Franken. So wird mit der Kompensation der wegfallenden Mittel des GVU die Stadt dann die gesamten Betriebskosten der Weihnachtsbeleuchtung in Höhe von 40’000 Franken finanzieren.

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