Migros erhält mehr Zeit für Provisorium des Oberland Märt in Wetzikon
Parlament verlängert Baurechtsvertrag
Der Neubau des Oberland Märt verzögert sich – und damit auch das Provisorium auf dem Areal Färberwisen. Das Parlament kommt dem orangen Riesen nun entgegen, auch finanziell.
Die Migros will den Oberland Märt abreissen und an seiner Stelle einen Neubau mit Platz für Gewerbe und rund 100 Wohnungen errichten. Doch das Projekt ist durch eine Verbandsbeschwerde blockiert – aktuell ist das Verfahren beim Verwaltungsgericht hängig. Noch ist offen, wann und ob die Migros mit dem Bau beginnen kann.
«Das Projekt ist wichtig für die Aufwertung von Oberwetzikon», betonte Stadtrat Stefan Lenz (FDP) in der Parlamentssitzung am Montagabend.
Bereits 2017 hat das Parlament den Baurechtsvertrag mit der Migros Ostschweiz für das Areal Färberwisen genehmigt. Doch bis heute steht das Provisorium nicht. Denn die Bewilligung für den Neubau des Oberland Märt ist weiterhin hängig.
Die Migros hatte Ende 2020 das Baugesuch dafür eingereicht. Im Januar 2022 bewilligte die Stadt das Vorhaben. Doch der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) legte Rekurs gegen die Baupläne ein. Die Begründung: Die Anzahl geplanter Parkplätze stimme nicht mit den rechtlichen Vorgaben überein.
Der VCS erhielt im Herbst 2022 recht, das Baurekursgericht hob die Baubewilligung wieder auf. Die Migros und die Stadt mussten nochmals über die Bücher. In der Zwischenzeit wurde gemäss Stadtrat Stefan Lenz die Baubewilligung für das überarbeitete Projekt erteilt. Doch wieder wurde ein Rechtsmittel ergriffen. Ob erneut der VCS hinter dem Rekurs steht, wollte niemand offiziell bestätigen.
Gemäss Lenz stützte das Baurekursgericht in erster Instanz die neue Baubewilligung der Stadt, doch das Urteil wurde weitergezogen und ist aktuell beim Verwaltungsgericht hängig. Wann ein Entscheid vorliegt, ist offen. «Wir wissen, Gerichte kennen dafür keine Fristen», sagte Lenz in der Parlamentssitzung.
(bes)

