Turbenthaler wollen sich alle Optionen offenhalten
Kommentar zur Abstimmung
Die Turbenthalerinnen und Turbenthaler sind Veränderungen nicht abgeneigt. Doch sie gehen besonnener vor als der Gemeinderat.
Turbenthal hat am Sonntag die Weichen für die Zukunft gestellt. Doch wo die Reise genau hinführt, ist noch nicht klar. Denn die Stimmberechtigten wollen sowohl die Bildung einer Einheitsgemeinde weiterverfolgen als auch einer Kreisschule Mittleres Tösstal.
Das Resultat zeigt: Noch ist den Stimmberechtigten nicht klar, welche Gemeindestruktur für Turbenthal optimal ist. Und sie wollen sich deshalb alle Optionen offenhalten. Es ist absehbar, dass der Prozess deshalb länger dauern wird.
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Dafür nehmen die Turbenthaler auch zusätzliche Kosten in Kauf. Der Verhandlungsmarathon, der auf die Behördenvertreter zukommt, hat seinen Preis.
Vor allem bei den Schulen. Sie müssen eine Vision der Kreisschule entwerfen und sich gleichzeitig überlegen, wie die Schule am besten in die Politische Gemeinde integriert werden könnte. Der Auftrag der Stimmberechtigten zur Einheitsgemeinde nimmt besonders die Primarschulgemeinde in die Pflicht.
Sie hatte keine Empfehlung zur Abstimmungsfrage abgegeben – und wollte mit der Kreisschule eine weitere Option aufzeigen. Das hat zwar funktioniert – doch die Einheitsgemeinde ist damit nicht vom Tisch.
Offen bleibt, wie die Verhandlungen zu den beiden Zukunftsvisionen gleichzeitig laufen können. Der Gemeinderat wollte mit der Einheitsgemeinde möglichst rasch vorwärtsmachen. Im besten Fall hätte die Einheitsgemeinde bereits 2026 eingeführt werden können.
Die Fairness gebietet aber, dass eine Abstimmung zur Einheitsgemeinde möglichen Verhandlungen zu einer Kreisschule nicht vorgreift.
