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Fischenthaler stellen sich bei Schulraumplanung quer

Auf den ersten Blick scheint das Verdikt in Fischenthal klar. Trotzdem will der Gemeinderat die Schulraumplanung weiterverfolgen - und schaut die Zahlen genau an.

Die Gemeinde Fischenthal will, dass künftig alle Schülerinnen und Schüler am Standort Schmittenbach und Burghalden den Unterricht besuchen.

Foto: Céline Zöllig

Fischenthaler stellen sich bei Schulraumplanung quer

Doppeltes Nein bei Grundsatzabstimmung

Die Fischenthaler haben beide Varianten für die Schulraumplanung abgelehnt. Für die Gemeindepräsidentin hat das auch mit der Abstimmungsfrage zu tun.

Die Gemeinde Fischenthal will die Schule fit machen für die Zukunft. Dazu gehört auch, dass die Schule am Standort Schmittenbach/Burghalden zentralisiert werden soll. Das zumindest sieht die Liegenschaftenstrategie der Gemeinde vor.

Doch das Vorhaben scheint in der Gemeinde einen schwierigen Stand zu haben. In einer Grundsatzabstimmung lehnten die Stimmberechtigten beide möglichen Varianten für die Schulraumplanung ab. Die Stimmbeteiligung lag bei gut 54 Prozent.

Besonders hoch ist die Ablehnung mit 61,29 Prozent bei der sogenannten Maximalvariante. Diese wurde vom Gemeinderat und der Schulpflege unterstützt.

Dabei hätte das Schulhaus Schmittenbach samt der für heutige Verhältnisse sehr kleinen Turnhalle einem Neubau weichen sollen. In der Grobkostenschätzung ging der Gemeinderat von etwa 34,7 Millionen Franken bis 2040 aus.

Auch die mit 25,4 Millionen Franken etwas günstigere Minimalvariante mit einem Neubau, beispielsweise auf dem Areal Burghalden, lehnten die Stimmberechtigten ab. Der Nein-Anteil war mit 54,69 Prozent etwas tiefer als bei der Maximalvariante.

Gemeinderat will zuerst analysieren

Die Grundsatzabstimmung wäre zu diesem Zeitpunkt nicht Pflicht gewesen. Der Gemeinderat wollte jedoch die Bevölkerung früh in den Prozess einbinden, da die Schulraumplanung die Gemeinde in den kommenden Jahren stark prägen wird.

Obwohl beide Varianten abgelehnt wurden, ist für Gemeindepräsidentin Barbara Dillier (parteilos) klar: «In der Bevölkerung wurde das Bedürfnis erkannt, dass die Gemeinde eine Schulraumplanung braucht und entsprechend investiert werden muss.»

Das Resultat müsse nun genau analysiert werden. «Denn die beiden Varianten haben sich auch konkurrenziert.» So habe es im Vergleich weniger doppelte Nein-Stimmen als einfache Ja-Stimmen für eine der Varianten gegeben. «Im Schlussresultat wird das aber nicht direkt ausgewiesen.»

Wie es nun weitergeht, das weiss Dillier noch nicht. «Dafür ist es heute noch zu früh.» Doch das Thema Schulraumplanung werde der Gemeinderat und die Schulpflege weiterverfolgen müssen.

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