Wildberg will mehr Flexibilität beim Kindergarten
Umbau im Schulhaus
Eine grosse oder zwei kleine Klassen: Mit einem Umbau des Kindergartens reagiert die Primarschule Wildberg auf Zu- und Abnahme der Schülerzahlen. Dafür gibt es auch Geld von der Gebäudeversicherung.
Die Schule Wildberg rechnet für das kommende Schuljahr mit 17 Kindern im ersten und 11 Schülerinnen und Schülern im zweiten Kindergarten. Deshalb muss die Schule nun handeln.
Denn die total 28 Kinder übersteigen die maximale Klassengrösse gemäss der Volksschulverordnung. Diese schreibt vor, dass in der Regel höchstens 21 Kinder in der Kindergartenstufe dieselbe Klasse besuchen. Selbst wenn vier Kinder – wie die Gemeinde erwartet – ein Jahr zurückgestellt und erst im Sommer 2025 in den Kindergarten eintreten werden, wird diese Zahl übertroffen.
Neuer Eingang
Als kleine Primarschule muss Wildberg immer wieder mit einer Zu- oder Abnahme der Kindergartenkinder rechnen. «So ist die Idee entstanden, den jetzigen Kindergarten so umzubauen, dass dieser bei Bedarf leicht getrennt und in zwei kleinere Kindergärten geteilt oder als ein grosser Kindergarten geführt werden kann», schreibt der Gemeinderat in seinem Protokollauszug.
Der jetzige Materialraum soll dazu als Garderobe mit einem neuen Eingang genutzt werden. Hierfür wird ein Fenster der Südfassade zu einer Eingangstür umgebaut. Der bisherige Eingangsbereich dient in Zukunft als Materiallager.

Die Primarschule geht davon aus, dass die neue Aufteilung des Kindergartens in den nächsten Jahren notwendig wird. «Im Schuljahr 2025/2026 werden die Zahlen eher nochmals ansteigen», ist der Gemeinderat überzeugt.
Geld von der Gebäudeversicherung
Bereits im letzten Mai hat die Behörde den Entscheid gefasst, den Kindergarten umzubauen. Ein Teil der Arbeiten gilt dabei als freiwillige Brandschutzmassnahmen – und diese werden von der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) im Umfang von 40 Prozent subventioniert.
Gemäss dem Gemeinderatsbeschluss hat Wildberg Ende Januar Bescheid der Versicherung erhalten und den Betrag von 33’830 Franken zugesichert bekommen. Von den Gesamtkosten für den Umbau des Kindergartens von 104’000 Franken muss die Gemeinde damit noch rund 70’000 Franken tragen.
Den dafür nötigen Kredit hat der Gemeinderat bewilligt. Im Budget 2024 wurden auch bereits 100’000 Franken in der Investitionsrechnung eingestellt.
Die Arbeiten konnte der Gemeinderat im freihändigen Verfahren, das heisst ohne Ausschreibung, vergeben. Der Umbau wird dabei von der Rikemer Firma Meier Kägi Holz + Bau AG geleitet. Die Bauausschreibung für das Projekt liegt seit letztem Freitag bei der Gemeindeverwaltung öffentlich auf.
