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Volk entscheidet, ob Gemeindewechsel geprüft werden soll

Voraussichtlich im nächsten Jahr wird in Uster über die Prüfung eines Wechsels zweier Aussenwachten zu Greifensee abgestimmt.

Die Kerngruppe von Pro 8606 hat ein Ziel erreicht. Über die Volksinitiative «Zusammenführen, was zusammengehört» wird abgestimmt.

Foto: PD

Volk entscheidet, ob Gemeindewechsel geprüft werden soll

Nänikon und Werrikon

Das Komitee Pro 8606 hat den Schritt zur Volksabstimmung geschafft. Die Initiative «Zusammenführen, was zusammengehört» kommt 2025 in Uster an die Urne.

Am 6. Februar hat es der Ustermer Stadtrat bestätigt: Die Volksinitiative «Zusammenführen, was zusammengehört» hat den Schritt zur Abstimmung geschafft. Dies schreibt das Komitee Pro 8606 in einer Medienmitteilung.

Am 13. Dezember des vergangenen Jahrs hatte das Komitee der Ustermer Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) die 900 Unterschriften übergeben, die innert dreier Monate gesammelt worden waren. Bis zum 22. Februar hätten schon 600 Unterschriften genügt.

Die Initiative verlangt die Klärung der Folgen eines Wechsels Nänikons und Werrikons von Uster zu Greifensee. Erst in einer zweiten Abstimmung würde materiell über den Gemeindewechsel entschieden.

Der zweistufige Prozess entspricht den Vorgaben des Kantons. Wie bei einer Fusion müssen die betroffenen Gemeinden gemeinsam die Entscheidungsgrundlagen und darauf aufbauend einen Vertrag ausarbeiten. Über diesen entscheiden dann die Stimmberechtigten beider Gemeinden in getrennten Urnenabstimmungen. Der Gemeinderat von Greifensee hat der Aufnahme dieser Arbeiten bereits zugestimmt.

Auftrag an Stadtrat

Der Text der aktuellen Initiative lautet: «Der Stadtrat wird beauftragt, mit dem Gemeinderat Greifensee einen Vertrag über den Wechsel der Aussenwachten Nänikon und Werrikon zur Politischen Gemeinde Greifensee auszuarbeiten. Er unterbreitet diesen Vertrag spätestens vier Jahre nach Annahme dieser Volksinitiative den Ustermer Stimmberechtigten zur Abstimmung.»

Sprecher des Initiativkomitees ist Martin Bornhauser, ehemaliger Stadtpräsident (SP) von Uster. Neben ihm sind im Initiativkomitee vertreten: Barbara Bischoff Frei, Heinz Girschweiler, Martin Meier und Sabine Wettstein, ehemalige Stadträtin (FDP) von Uster.

Zunächst sollen in den nächsten Monaten der Stadtrat und danach der Gemeinderat Uster die Volksinitiative beraten und über ihre Haltung entscheiden. Voraussichtlich wird es 2025 zur Volksabstimmung kommen.

Nur eine Formalität?

Treiber der Initiative sei, dass Nänikon, Werrikon und Greifensee für das Komitee Pro 8606 zusammengehörten. Die beiden Ustermer Aussenwachten seien schon lange mit der Gemeinde Greifensee zusammengewachsen. Das zeige sich in gemeinsamen Vereinen, der gemeinsamen Dorfzeitung und der gemeinsamen Oberstufenschule, dem gemeinsamen Bahnhof und vielem mehr.

Bereits im Juni 1964 habe die Post – anlässlich der Einführung der Postleitzahlen – für Greifensee, Nänikon und Werrikon die gemeinsame Postleitzahl 8606 festgelegt. Für die Post sei schon damals klar gewesen, dass diese drei Ortschaften eine Einheit bildeten, führt das Komitee Pro 8606 ins Feld.

Dabei unterstreicht das Komitee Pro 8606, dass der angestrebte Gemeindewechsel nicht gegen Uster gerichtet ist. Treiber der Initiative seien nicht etwa Probleme mit Uster. Aber Nänikon und Werrikon gehörten zu Greifensee.

Ein Ja zur Volksinitiative von Pro 8606 bedeutet noch kein Ja zum Wechsel von Nänikon und Werrikon zur Gemeinde Greifensee. Ihre Annahme ermöglicht lediglich die Klärung der Konsequenzen und die Erarbeitung der Grundlagen für einen solchen Gemeindewechsel.

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