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Politik

Hochhaus und Bushof nehmen nächste Hürde

Das Stadtparlament von Illnau-Effretikon genehmigte den Gestaltungsplan für das erste Hochhaus und den neuen Bushof im Zentrum von Effretikon.

So soll es bald im Zentrum von Effretikon aussehen: neuer Bushof sowie neues Geschäfts- und Wohnhaus.

Visualisierung: PD

Hochhaus und Bushof nehmen nächste Hürde

Aus dem Stadtparlament Illnau-Effretikon

Die Zentrumsgestaltung in Illnau-Effretikon schreitet weiter voran. Das Stadtparlament genehmigte den Gestaltungsplan für das erste Hochhaus und den neuen Bushof im Zentrum beim Bahnhof Effretikon.

Das Effretiker Zentrum rund um den Bahnhof ist im Umbruch und wird verdichtet. Die bauliche Entwicklung westlich des Bahnhofs hat nun die nächste Hürde genommen. Das Stadtparlament hat am Donnerstagabend den privaten Gestaltungsplan Bahnhof West – Baufeld C genehmigt.

Beim Bahnhof Effretikon sollen zwei  Hochhäuser entstehen.
So soll das Gebiet westlich des Bahnhofs Effretikon entwickelt werden.

Es handelt sich um das erste Hochhaus, das im Zentrum gebaut wird. Ein zweites soll später folgen. Im nun genehmigten Gestaltungsplan geht es aber nur um das erste Hochhaus und den neuen Bushof, der näher ans Zentrum gerückt wird. Für diesen hat das Parlament einen Projektierungskredit von 700’000 Franken gesprochen.

Kritik am Dach

Arend Bruinink von den Grünen äusserte Kritik am dicken Abschluss des Dachs des Bushofs. «Schönheit liegt im Auge des Betrachters», meinte er. «Viele finden das Projekt sehr schön – ich bin nicht dieser Meinung.» Man hätte das Dach leichter gestalten können, so seine Kritik. «Der Dachabschluss ist einen Meter dick, das wirkt auf mich wie ein Bunker.» Es gebe bessere Beispiele. «Beim Bahnhof Stadelhofen wirkt das Dach sehr leicht.» Bruinink appellierte an die Architekten, noch etwas nachzubessern. Schliesslich enthielt er sich der Stimme, was er damit begründete, dass er dem Projekt nicht im Weg stehen wolle, aber sich nicht richtig dafür begeistern könne.

Die Mehrheit des Parlaments sah das anders, so etwa Katharina Morf von der FDP. «Das Konzept ist gelungen, Effretikon erhält ein sichtbares und markantes Gesicht», sagte sie. Damit war sie nicht allein, und so verstummte die aufflammende Kritik schnell wieder.

Damit hat das Projekt eine wichtige Hürde genommen. In einem nächsten Schritt wird das Parlament noch dieses Jahr über den Objektkredit von rund 10 Millionen Franken beraten. Die Urnenabstimmung ist für Mitte 2025 vorgesehen.

Weitere Beschlüsse im Überblick

Einstimmig genehmigte das Parlament das Bauprojekt für die Neugestaltung der Bruggwiesenstrasse in Effretikon. Ein Kredit von 383'000 Franken wurde dafür ebenfalls bewilligt.

Die Stadt kann künftig im geplanten Zentrum am Stadtgarten Räumlichkeiten mieten. Die wichtigsten Angebote und Beratungsstellen sollen dort gemeinsam unter einem Dach vereint werden. Die Mehrheit des Parlaments stimmte dem Antrag des Stadtrats zu, dafür einen wiederkehrenden Kredit zu sprechen. Eine Minderheit wollte das Geschäft zurückweisen, scheiterte aber. Für die Miete zahlt die Stadt künftig 150'000 Franken pro Jahr. Der Vertrag läuft mindestens über zehn Jahre.

Die Bauabrechnung des ersten Rahmenkredits für die Mehrjahresplanung des «Rössli» in Illnau in Höhe von rund 2,4 Millionen Franken wurde einstimmig genehmigt.

Ein Postulat von Beat Bornhauser (GLP) und Ralf Antweiler (GLP) betreffend das Naturnetz Winterthur und Umgebung wurde mit 19 zu 13 Stimmen überwiesen. Die Vernetzung der Lebensräume in der Region soll gefördert werden.

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