Ustermer Stadtrat sagt Einwegbechern und Plastiktellern den Kampf an
Nachhaltige Veranstaltungen
Ein Bier im Einwegbecher soll es an Veranstaltungen in Uster bald nicht mehr geben. Die vorgeschlagenen Regeln des Stadtrats hätten grosse Auswirkungen auf den Uster Märt.
Veranstaltungen in der Stadt Uster sollen nachhaltiger werden. Das plant der Ustermer Stadtrat. Im Bericht zum Postulat der Fraktion der Grünen schlägt er konkrete Massnahmen vor.
Ansetzen will der Stadtrat unter anderem beim Geschirr: Bei Veranstaltungen in Uster sollen Getränke in Zukunft entweder in PET-Flaschen oder Alu-Dosen, die separat gesammelt werden, abgegeben werden. Bei Offenausschank müssen die Veranstalter Mehrwegbecher für die Getränke verwenden oder bei einer Festwirtschaft mit Sitzgelegenheit Gläser.
Auch bei Esswaren wird dem Plastik der Kampf angesagt. Wenn möglich, sind sie künftig ohne Verpackung zu servieren, zum Beispiel nur mit Serviette oder im Kartonteller.
«Akzeptanz unumstritten»
Die grösste Herausforderung für die Umsetzung sieht der Stadtrat beim Uster Märt. Denn beim Offenausschank von Getränken in Mehrwegbechern, zum Beispiel bei Glühwein, steigt der Personal- und Platzbedarf. Entsprechend wird die vermietbare Festfläche kleiner, was zu Mindereinnahmen führt. Ein Punkt, den es im Budget künftig zu berücksichtigen gilt.
«Die Vorgabe ist jedoch zeitgemäss, die Akzeptanz in der breiten Bevölkerung unumstritten», ist der Stadtrat überzeugt. Zudem werde sie schweizweit in vielen Städten und Gemeinden angewendet und umgesetzt.
Für grössere Veranstaltungen ist eine Vorlaufzeit von einem Jahr nötig, um die Markthändler zu informieren. Deshalb sollen die neuen Regelungen erst per 1. Januar 2025 oder per 1. Januar 2026 eingeführt werden.
Das Datum ist unter anderem davon abhängig, wann der Bericht des Stadtrats vors Parlament kommt. Voraussichtlich ist das bereits an der Sitzung vom 22. Januar 2024 der Fall. Im Sommer hatte der Gemeinderat das Postulat mit 18 zu 13 Stimmen überwiesen.
