Fischenthaler senken wegen eines Antrags ihren Steuerfuss
An Gemeindeversammlung
Die Fischenthaler müssen weniger Steuern zahlen: Sie befürworten eine Senkung des Steuerfusses. So sparen sie auch weniger für eine grosse Investition.
124 Prozent betrug der Steuerfuss in Fischenthal bisher. Doch das war einigen Fischenthalern offenbar zu viel.
An der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dienstag wurde der Antrag gestellt, den Steuerfuss auf 122 Prozent zu senken. Dieser wurde gemäss Gemeindeschreiberin Mirjam Peterhans mit 18 zu 14 Stimmen angenommen. Dem Budget stimmten die Anwesenden mit grosser Mehrheit zu.
«Durch die Senkung des Steuerfusses auf 122 Prozent erfolgt eine Anpassung des Budgets», erklärte Gemeindepräsidentin Barbara Dillier (parteilos). «Der Steuerertrag wie folglich auch der Ertragsüberschuss werden sich um rund 80’000 Franken verringern.»
Das hat auch einen Einfluss auf die Vorfinanzierung der Schulraumplanung. Ursprünglich wollte Fischenthal den gesamten Gewinn von 662’000 Franken dafür verwenden. Nun legt die Gemeinde in einem ersten Schritt voraussichtlich nur rund 580’000 Franken für die Anpassung und Modernisierung des Schulraums zur Seite.
Die Fischenthaler stimmten jedoch mit grossem Mehr dem Vorhaben zu, diese Vorfinanzierung an die Hand zu nehmen. Die Obergrenze wurde bei 15 Millionen Franken festgelegt.
Vorfinanzierungen dienen dazu, finanzielle Belastungen von aussergewöhnlichen Investitionsvorhaben auf zusätzliche Jahre zu verteilen und dadurch zu mildern. Denn Fischenthal rechnet damit, dass die Optimierung des Schulraums zwischen 15 und 30 Millionen Franken kosten wird. Viele Schulliegenschaften weisen einen hohen Sanierungs- und Investitionsbedarf aus.
Im Sommer hatte der Gemeinderat seine Strategie vorgestellt. Zur Diskussion steht unter anderem auch ein Gesamtschulzentrum.
