Gesamtsteuerfuss in Wila sinkt leicht
Von 126 auf 125 Prozent
Die erfreuliche Entwicklung in Wila geht weiter: Die Sekundarschulgemeinde kann die Steuern senken.
Die Politische Gemeinde Wila hat ihr Budget fürs kommende Jahr präsentiert: Sie rechnet bei einem Aufwand von 13,95 Millionen Franken und einem Ertrag von 13,99 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 36’700 Franken.
Die hohen Einnahmen der Politischen Gemeinde gehen unter anderem auf die hohen Grundsteuereinnahmen zurück. Gleichzeitig will der Gemeinderat hohe Investitionen tätigen. Für die gemeindeeigenen Liegenschaften, die Strassen und Gewässer sind Ausgaben von rund 3,7 Millionen Franken
geplant.
Dazu gehört beispielsweise die energetische Sanierung des beinahe 60-jährigen Gemeindehauses inklusive Montage einer Photovoltaikanlage. Mit insgesamt 1,86 Millionen Franken sind zudem hohe Investitionen in die Gemeindestrassen geplant.
Weitere Ausgaben sind für den Hochwasserschutz vorgesehen. Für den Huebbach wird derzeit das Bauprojekt für einen Vollausbau erarbeitet. Dieses soll im zweiten Halbjahr 2024 den Stimmberechtigten zur Abstimmung vorgelegt werden.
Sek senkt Steuern
Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde bleibt voraussichtlich bei 53 Prozent. Die Sekundarschulgemeinde kann ihren Steuerfuss aber voraussichtlich um einen Prozentpunkt auf 27 Prozent senken. Zusammen mit dem Satz der Primarschulgemeinde von 45 Prozent beläuft sich der Gesamtsteuerfuss in Wila im kommenden Jahr damit auf 125 Prozent. 2022 lag dieser noch bei 129 Prozent.
«Es ist zu legitimieren, dass der Gesamtsteuerfuss von Wila um einen Punkt auf 125 Prozent gesenkt wird», schreibt der Gemeinderat in der Mitteilung. Diesen Gesamtsteuerfuss mittelfristig halten zu können, ist Ziel der drei Wilemer Gemeinden. Nicht zuletzt dank der Annahme, dass die Grundstückgewinnsteuererträge weiterhin hoch sein werden.
Mit den gebildeten finanzpolitischen Reserven der Politischen Gemeinde von 200’000 Franken und der geplanten finanzpolitischen Reserve der Primarschulgemeinde im Jahr 2024 sollten die Steuern selbst bei Aufwandüberschüssen in den nächsten Jahren nicht umgehend wieder erhöht werden müssen.
Schulden sind gedeckt
«Die Finanzen der Politischen Gemeinde Wila und der beiden Schulgemeinden führen
die erfreuliche Entwicklung der vergangenen Jahre nahtlos fort», schreibt der Gemeinderat weiter. «Sowohl die Politische Gemeinde als auch die beiden Schulgemeinden weisen einen gesunden Finanzhaushalt auf.»
Das zeigt sich auch darin, dass die drei Gemeinden bei einer Nettobetrachtung ein Guthaben von rund zwei Millionen Franken aufweisen. «Sie haben nicht einen Franken Schulden, welcher nicht durch flüssige Mittel gedeckt wäre.»
Über die nächsten vier Jahre erwartet man in Wila ausgeglichene Rechnungen für die Politische Gemeinde und die Primarschule sowie Ertragsüberschüsse bei der Sekundarschule.