Uster rechnet 2024 mit kleinem Minus
Mehr Ausgaben für Verwaltung
Das Ustermer Budget sieht 2024 einen Aufwandüberschuss von etwa einer halben Million Franken vor – trotz mehr Steuereinnahmen.
Die Stadt Uster hat das Budget fürs kommende Jahr vorgelegt. Sie rechnet in der Erfolgsrechnung 2024 mit einem Minus von etwa einer halben Million Franken. «Was fast einer Punktlandung entspricht», schreibt die Stadt in einer Mitteilung.
Der Verlust resultiert aus einem Ertrag von 307,9 Millionen Franken bei einem Aufwand von 308,3 Millionen Franken. Das Ergebnis ist gemäss der Mitteilung auf die höheren Steuereinnahmen zurückzuführen.
Der Steuerfuss bleibt voraussichtlich bei 94 Prozent. Und die Sekundarschulgemeinde beantragt ebenfalls, den Steuerfuss bei 18 Prozent zu belassen. Der Gesamtsteuerfuss für Uster beträgt damit 112 Prozent und für Nänikon 108 Prozent.
Schwierige Voraussagen
Im kommenden Jahr rechnet die Stadt mit Steuereinnahmen von 125,5 Millionen Franken, das sind 10,3 Millionen mehr als im Budget 2023. Mehreinnahmen erwartet Uster insbesondere bei den Grundstückgewinnsteuern.
Gleichzeitig ist die Höhe des Ressourcenzuschusses im Budget 2024 um 2,5 Millionen Franken tiefer angesetzt als noch in diesem Jahr.
Insgesamt bleibt die Steuerkraft der Stadt Uster gemäss der Mitteilung stabil. Dies trotz der ungünstigen politischen Grosswetterlage: Ob sich die neuesten Entwicklungen beim Leitzins, bei der Inflation und bei den Energiepreisen auf die Steuereinnahmen auswirken werden, ist für die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt schwierig vorherzusagen.
Mehr Geld für Verwaltung
Die Globalkredite der Verwaltung nehmen im kommenden Jahr um 15,1 Millionen Franken zu. Gegenüber der Rechnung 2022 sind dies 14 Millionen Franken mehr.
Die Erhöhung umfasst dabei den per 1. Januar 2023 zusätzlichen Teuerungsausgleich von einem Prozent. Dieser hatte der Bezirksrat im Frühling angeordnet. Hinzu kommt der voraussichtliche Teuerungsausgleich von 2,2 Prozent per Anfang 2024.
Ausserdem war im Budget 2023 auch die einmalige Rückerstattung der Versorgertaxen von 6,7 Millionen Franken enthalten. Die Gemeinde konnte beim Kanton Kosten für Heimplatzierungen zurückfordern.
Ohne die beiden erwähnten Positionen beträgt die bereinigte Erhöhung bei den Globalkrediten für die Verwaltung noch 4,4 Millionen Franken. «Dies lässt sich auf zusätzliche Aufgaben zurückführen, vor allem im Bereich Soziales», sagt Stadtrat Cla Famos (FDP), der Abteilungsvorsteher Finanzen,
Viele Investitionen
Im kommenden Jahr rechnet die Stadt mit vielen Investitionen. Im Verwaltungsvermögen sieht das Budget Nettoinvestitionen in Höhe von 30,9 Millionen Franken vor. Im Finanzvermögen sollen netto 2,6 Millionen Franken investiert werden.
Darin enthalten sind unter anderem Gelder für das geplante Seerestaurant und für das Ausbildungszentrum Riedikon.
Schulden werden steigen
In den vergangenen Jahren konnte die Stadt laut der Mitteilung die kurz- und langfristigen Schulden reduzieren. Für das aktuelle Jahr rechnet sie mit einer gleichbleibenden Schuldenlast.
Der Stadtrat wird sich weiterhin für gesunde Finanzen und einen intakten Finanzhaushalt einsetzen.
Cla Famos (FDP)
Abteilungsvorsteher Finanzen
Im Jahr 2025 wird die Stadt Uster aber voraussichtlich langfristige Darlehen aufnehmen müssen. Diese sollen einerseits die Liquidität sichern und die Aktienkapitalerhöhung der Spital Uster AG ermöglichen. Andererseits sichern sie die Finanzierung der geplanten Investitionen.
Deshalb werden sich in den Jahren 2025 bis 2027 die kurz- und langfristigen Schulden auf 170 Millionen Franken erhöhen.
Stadtrat Cla Famos beurteilt die vorliegende Finanzplanung als machbare Entwicklung für den Finanzhaushalt. Er lässt sich in der Mitteilung wie folgt zitieren: «Der Stadtrat wird sich weiterhin für gesunde Finanzen und einen intakten Finanzhaushalt einsetzen.»
Tieferer Gewinn erwartet
Im Bericht zum Budget geht der Stadtrat in der Hochrechnung fürs laufende Jahr von einem Ertragsüberschuss von 1,7 Millionen Franken aus. Budgetiert ist ein Ertrag von 2,9 Millionen Franken.
