Verlust für Schulgemeinden, schwarze Null für Politische Gemeinde
Turbenthaler Budget 2024
Für die drei Güter wird das Jahr 2024 in finanzieller Hinsicht nicht überall erfolgreich laufen. Bei den Steuern sollen die Bürger davon aber nichts merken.
Im kommenden Jahr rechnen die drei Güter in Turbenthal mit unterschiedlichen Ergebnissen. Trotzdem bleibt bei den Steuern vermutlich alles beim Alten. Der Steuerfuss soll weiterhin 122 Prozent betragen.
40 Prozent für die Politische Gemeinde, 58 für die Primarschule Turbenthal und 24 für die Sekundarschule Turbenthal-Wildberg. Dies teilt der Gemeinderat in seinem jüngsten Verhandlungsbericht mit.
Die Politische Gemeinde Turbenthal rechnet 2024 bei einem Aufwand von rund 31,69 Millionen Franken und einem Ertrag von 31,7 Millionen mit einem kleinen Plus von 12’595 Franken – als einziges der drei Güter.
Der Gemeinderat erwartet wegen des Bevölkerungswachstums rund 300’000 Franken mehr Steuereinnahmen. Und wegen der nach wie vor regen Bautätigkeit werden auch bei den Grundstückgewinnsteuern 100’000 Franken mehr budgetiert als fürs laufende Jahr.
Vorbereitung aufs Jubiläum
Der Personalaufwand steigt im kommenden Jahr hingegen wiederum erheblich an: Die Gemeinde schafft eine neue Fachstelle Energie und Umwelt und erhöht die Stellen in der Kanzlei um 40 Prozent. Zudem erwartet der Gemeinderat eine Teuerung von 2 Prozent.
Erheblich mehr Geld sind gemäss dem Verhandlungsbericht auch in den Bereichen Gesundheit und soziale Sicherheit budgetiert. Hier steigt die Belastung gegenüber dem Budget 2023 voraussichtlich um 380’000 Franken an.
Zudem bereitet sich die Gemeinde bereits auf das 1200-Jahr-Jubiläum vor, das 2025 stattfindet. So sind für ein neues Buch zur Ortsgeschichte von Turbenthal 105’000 Franken vorgesehen.
Zivilschutzanlage wird endlich saniert
Im kommenden Jahr plant die Politische Gemeinde ausserdem grosse Investitionen. Die Sanierung der Zivilschutzanlage Breiti dürfte nach langer Genehmigungsphase durch den Bund endlich starten. An den Erneuerungskosten von rund 1,2 Millionen Franken beteiligt sich der Bund mit rund einer Million.
Für die Sanierung der Aussenhülle des Gemeindehauses sind 800’000 Franken vorgesehen und für das Vorprojekt zur Sanierung des Werkhofs 170’000 Franken.
Ebenso will die Gemeinde die Ramsbergstrasse für 300’000 Franken erneuern und hat 200’000 Franken für die Neugestaltung des Parkplatzes Sandplatte budgetiert.
Um künftige Sonderbelastungen nicht durch eine Erhöhung des Steuerfusses decken zu müssen, ist im Budget 2024 wiederum eine Einlage in die finanzpolitischen Reserven geplant, und zwar in Höhe von 125’000 Franken.
Ausgaben für Informatik und Spielplatz
Die beiden Schulgemeinden hingegen erwarten im kommenden Jahr Verluste. So budgetiert die Primarschule Turbenthal Ausgaben von 16,6 Millionen Franken und Einnahmen von 16,3 Millionen Franken. Daraus resultiert ein Minus von 343’050 Franken.
Im nächsten Jahr hat die Schulgemeinde Investitionen in Höhe von 350’000 Franken geplant. «Dieser Betrag teilt sich auf in Erneuerungsbeschaffungen im Bereich Informatik mit 75’000 Franken und in Liegenschaften», sagt Präsident Ueli Laib (parteilos).
Gut 160’000 Franken sind bei der Kindergartenanlage Feld vorgesehen, um den Spielplatz neu zu gestalten und die Böden sowie das Flachdach zu sanieren.
Gute Lage – trotz Verlust
Auch bei der Sekundarschulgemeinde Turbenthal-Wildberg budgetiert man ein Minus. Das Budget für das Jahr 2024 weist geplante Einnahmen von rund 5,72 Millionen Franken und Ausgaben von 5,96 Millionen Franken aus. Der Aufwandsüberschuss von 235’560 Franken wird dem Eigenkapital belastet.
Für Schulpflegerin Eveline Kuster (parteilos), die für das Ressort Finanzen zuständig ist, ist das aber kein Grund zur Sorge: «Die wirtschaftliche Lage kann als gut bezeichnet werden. Die Sekundarschule hat ein gesundes Eigenkapital und keine grossen Investitionsprojekte.»
Investieren muss die Schulgemeinde aber in neue Bodenbeläge. In allen Klassenzimmern werden diese über die nächsten drei Jahre ersetzt, um den Schulalltag möglichst nicht zu stören. Fürs nächste Jahr sind Ausgaben von 85’000 Franken vorgesehen. Insgesamt rechnet die Schulpflege mit Kosten in Höhe von 250’000 Franken.
Details zum nächstjährigen Budget können der Weisung entnommen werden, welche vor der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember auf der Gemeindewebsite aufgeschaltet wird.
