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Hittnau will neue Kita bauen

Der Masterplan machts möglich: Bei diesen Bauprojekten gibt Hittnau jetzt aufs Gas.

Die jetzige Kita im Industriegebiet entspricht eigentlich nicht den Vorgaben. Nun soll ein Neubau her.

Foto: Heidy Dietiker

Hittnau will neue Kita bauen

Beim alten Sekundarschulhaus

Die Grundstücke der öffentlichen Hand in Hittnau sind knapp. Beim alten Sekundarschulhaus plant die Gemeinde jetzt mehrere Schlüsselprojekte.

Ein Neubau für die Kita, Räumlichkeiten für Vereine und die Bibliothek sowie Parkmöglichkeiten in einer Tiefgarage. Diese Vorhaben möchten die Schulpflege und der Gemeinderat Hittnau laut einer Mitteilung gemeinsam realisieren.

Zudem steht auch die Unterbringung von Geflüchteten oben auf der politischen Agenda. Ganz einfach wird das nicht.

Denn Grundstücke der öffentlichen Hand, auf denen aktuelle und künftige Bedürfnisse der Gemeinde abgedeckt werden können, sind knapp. Umso wichtiger ist ein haushälterischer, zielgerichteter Umgang damit.

Kein Platz für Träumereien

Unter diesen Voraussetzungen setzten sich Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats sowie der Schul- und der Kirchenpflege im Sommer 2022 zusammen. Ein Masterplan Zone öffentliche Bauten sollte aufzeigen, was möglich ist – unabhängig davon, ob ein Grundstück der Politischen Gemeinde, der Schule oder der Kirche gehört.

Seit Ende 2022 liegt der Masterplan vor. Seine zentralen Aussagen lassen gemäss der Mitteilung wenig Raum für Träumereien.

Echter Handlungsspielraum für Neubauten – und damit insbesondere für eine neue Kindertagesstätte – besteht fast nur auf dem Areal der alten Sekundarschule und des alten Gemeindehauses.

Keine Planung im Asylwesen

Zwar verfügt die Politische Gemeinde noch über eine Baulandreserve im Gebiet Werdegg. Diese liegt allerdings peripher und damit für eine öffentliche Nutzung ungünstig.

Deutlich wurde auch, dass im Asylwesen eine Planung kaum möglich ist. Denn die Voraussetzungen ändern sich schnell und unvorhersehbar. Deshalb können die Bedürfnisse des Asylbereichs nicht im Rahmen des Masterplans abgedeckt werden.

Im Zuge der Arbeiten stand auch die Frage nach der Zukunft des alten Sekundarschulhauses im Raum. Dieses ist ein potenzielles Schutzobjekt. Ein Abbruch des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes ist damit nicht möglich.

Kombination als interessante Variante

Auch mit dieser Einschränkung lässt sich auf dem Areal Raum für etliche Bedürfnisse realisieren, wie Studien zeigen. Im Fokus steht dabei ein Neubau für die Kita. Diese befindet sich seit zehn Jahren in einer Mietliegenschaft im Industriegebiet.

Der Standort ist nicht zonenkonform, verschiedene Auflagen sind nicht erfüllt. Zudem ist grundsätzlich unklar, wie lange das bestehende Mietverhältnis weitergeführt werden kann.

Die Sicherung der Kita im Dorf ist jedoch ein wichtiges Anliegen: Sie erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, was für eine Gemeinde ein Standortvorteil ist und die Steuerkraft tendenziell erhöht.

Der Masterplan hat aufgezeigt, dass die Kombination eines Kita-Neubaus, allenfalls unter Einbezug einer Tiefgarage, und einer Sanierung des alten Sekundarschulhauses mit Umnutzung für Bibliothek, Vereins- und Kulturräumlichkeiten eine interessante Variante darstellt.

Planungskredit kommt nächstes Jahr

Die Schulpflege und der Gemeinderat haben Mitte Juni 2023 beschlossen, das Vorhaben gemeinsam anzugehen und einen Projektauftrag «Kita und Umbau alte Sek» verabschiedet.

Dieser definiert drei Kernziele: Die Kita verfügt über adäquaten Raum innerhalb der Gemeinde. Die Umnutzung der alten Sek als neuer Treffpunkt für Bibliothek, Kultur, Vereinsanlässe usw. erfüllt die Erwartungen der Bevölkerung. Die Parkplatzsituation ist geklärt.

Gemäss ersten Schätzungen könnten die drei Projekte insgesamt rund sieben Millionen Franken kosten. Die Gemeinde hat dabei einen sportlichen Terminplan. Bereits im Sommer 2024 soll der Planungskredit bewilligt werden.

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