Mehr Platz für Ustermer Primarschüler
Zwei Bauprojekte
Uster will mehr Raum schaffen für seine Abc-Schützen: In den Schulanlagen Oberuster und Gschwader stehen Bauprojekte an.
Aktuell werden in Oberuster 15 Primarschul- und drei Kindergartenklassen unterrichtet. Mittlerweile platzen sowohl der Altbau aus dem Jahr 1855 mit seinen fünf Primarschulklassen als auch der Neubau von 2007 aus allen Nähten. Im Neubau sind neben zehn Schulklassen auch der Kindergarten, eine Doppelturnhalle und ein Mittagstisch untergebracht.
Den steigenden Schülerzahlen möchte die drittgrösste Stadt im Kanton mit einer Erweiterung des mittlerweile 16-jährigen Neubaus begegnen: So sollen Räume für drei weitere Klassen entstehen.
Zusätzlich kann das gesamte Betreuungsangebot auf der Schulanlage zur Verfügung gestellt werden. Bislang ist ein Teil dieses Angebots in gemieteten Räumen an der Steigstrasse untergebracht.
Mit der Zusammenlegung werden die Schulwege der Kinder kürzer und sicherer sowie der Schulbetrieb vereinfacht. Ausserdem kann so das Tagesschulangebot eingeführt werden.
Schulhaus wird aufgestockt
Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass ein zusätzliches Geschoss auf dem Neubau den grössten Nutzen bringt. Die Aufstockung soll in Leichtbauweise mit Holzelementen realisiert werden. Es sollen auch Bedingungen für Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit sowie ein gesundes Raumklima erfüllt werden.
Turnhalle Gschwader wird saniert
Ein grösseres Bauprojekt ist auch vier Kilometer weiter in der Schulanlage Gschwader geplant. Diese besteht seit 1962. Dazu kommt ein Pavillon aus dem Jahr 2011. Hier werden zwölf Primarschul- und eine Kindergartenklasse unterrichtet.
Zusätzlich werden vier Betreuungsgruppen geführt, die in den Räumen der ehemaligen Hauswartswohnung untergebracht sind. Die Situation ist wegen der Raumgrössen und für einen effizienten Betrieb ungenügend. Zudem besteht die Nachfrage nach einer fünften Betreuungsgruppe.
Die geplante Erweiterung soll im Zuge der Sanierung der Turnhalle umgesetzt werden. Die 61-jährige Turnhalle ist in einem schlechten baulichen Zustand. Das Turnhallengebäude soll nicht nur saniert werden, es soll auch Raum für fünf Betreuungsgruppen plus eine Reserve für eine allfällige sechste Gruppe geschaffen werden.
Nach dem Gebäude soll auch der angrenzende Sportplatz saniert werden: Der Aussenraum wird naturnaher gestaltet und aufgewertet.
Derzeit werden die Projekte an beiden Standorten erarbeitet. Die Stimmbevölkerung von Uster wird Ende 2024 an der Urne über die Baukredite entscheiden.