Wetziker Parlament will günstigen Wohnraum – das Wie bleibt unklar
Nach langer Debatte
Das Parlament Wetzikon hat am Montag die Initiative «Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon» beraten und einen Gegenvorschlag verabschiedet. Trotzdem ist noch offen, ob es zur Abstimmung kommt.
Ein Konsens war schnell gefunden: In Wetzikon soll es auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum geben. Aber wie? Darüber gingen die Meinungen im Wetziker Parlament am Montagabend weit auseinander.
Auf der Traktandenliste stand die Initiative «Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon», die SP und Grüne im vergangenen Jahr eingereicht hatten. Die Initianten fordern, dass ein Fünftel aller Mietwohnungen in der Stadt im Eigentum von gemeinnützigen Wohnbauträgern wie Genossenschaften liegt.
Sowohl der Stadtrat als auch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) haben dazu einen Gegenvorschlag verabschiedet: Die Exekutive möchte, dass sich die Zahl der günstigen Wohnungen erhöht. Der Stadtrat verzichtet in seinem Vorschlag aber auf eine Zielvorgabe. Der Vorschlag der RPK hingegen strebt 20 Prozent preisgünstige Wohnungen an. Das heisst unter der vorherrschenden Marktmiete. Mindestens die Hälfte davon soll sich im Besitz von gemeinnützigen Wohnbauträgern befinden.

