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Politik

Wila hat grosse Pläne für das Batzhaus

Die Wilemerinnen und Wilemer wollen nicht, dass das Batzhaus abgerissen wird. Jetzt durften sie Ideen für das Gebäude sammeln.

Die Anwesenden sammelten Ideen für die Fassadengestaltung, die Nutzung der Räume und den Aussenraum des Batzhauses.

Foto: Marcel Vollenweider

Wila hat grosse Pläne für das Batzhaus

Ideen für multifunktionales Gebäude

In eher familiärem Rahmen hat in Wila ein Mitwirkungsanlass stattgefunden. Die Anwesenden durften Ideen einbringen, wie das heutige Ortsmuseum künftig genutzt werden könnte.

Gemeindepräsident Simon Mösch (Die Mitte) konnte am heissen Montagabend ein sehr überschaubares Publikum im Wilemer Eichhaldesaal zur Mitwirkungsveranstaltung begrüssen.

Nur gerade 15 Interessierte hatten sich eingefunden, um über die Weiterentwicklung des Batzhauses zu beraten. Die Anwesenden beteiligten sich dann aber umso engagierter an den drei Gesprächsrunden.

Batzhaus ist in die Jahre gekommen

Mösch stellte eingangs eine Analogie zwischen dem Batzhaus und einem in die Jahre gekommenen Sackmesser her.

Das Haus habe schon viel erlebt. Es sei einst Kadaverstelle gewesen, dann auch Wohnhaus, und zuletzt habe es als Ortsmuseum gedient, erläuterte er. «Das Gebäude ist buchstäblich in die Jahre gekommen, und im heutigen Zustand ist kaum mehr eine andere Nutzung möglich.»

Laut dem Gemeindepräsidenten gilt es nun, ein «schönes, funktionierendes Sackmesser» zu schaffen. Und zwar im Sinne einer hohen Funktionalität, also ein multifunktionales Gebäude.

Man sieht ein altes Haus.
Das Batzhaus hat eine bewegte Geschichte.

Mösch blickte daraufhin auf die letzten Jahre zurück. Nach einer 2018 vorgenommenen Bestandserfassung des Gebäudes hat man 2019 eine Studie verabschiedet.

Fazit: Das Batzhaus hätte abgerissen werden sollen. Doch die Bevölkerung stellte dieses Vorhaben infrage, weshalb der Gemeinderat eine Weiternutzung aufgleiste und die Zukunft des Gebäudes neu definierte.

Parzelle attraktiv gestalten

Die Begleitgruppe empfahl, das Gebäude zu erhalten und entsprechend instand zu setzen. «Das war ein starker Entscheid», unterstrich Mösch.

Aus einem ersten Mitwirkungsanlass wurde eine Vision weiterentwickelt. Diese setzt sich zum Ziel, die Parzelle im Dorfzentrum attraktiv zu gestalten und vor allem auch funktional.

Architekt Florian Grunder lud die Anwesenden am Montagabend zu einem Rundgang durch das Batzhaus ein. Das dreigeschossige Gebäude verfügt über einen Dachraum, der aus seiner Sicht durchaus intensiver genutzt werden könnte.

Gemäss Empfehlung der Begleitgruppe soll das Batzhaus oder eben das «Mehrzweckhaus Zentrum» auch künftig öffentlich genutzt werden. Kernelement ist dabei ein Begegnungsraum in Kombination mit einem Museum oder einer Bibliothek.

Ordentlicher finanzieller Brocken

Zahlen durften im Informationsteil natürlich auch nicht fehlen. Die geplanten Sanierungsarbeiten dürften rund 2,6 Millionen Franken kosten. Bei deren Vergabe will man laut Mösch lokale Handwerker einladen, Offerten einzureichen.

Nach den Informationen konnten sich die Anwesenden in drei Gruppen mit diversen Fragestellungen rund um das Sanierungsprojekt «Batzhaus» einbringen. Alternierend befassten sie sich mit der Gestaltung des Aussenraums, der Verschönerung der Fassade zur Hauptstrasse hin sowie der Nutzung der Räumlichkeiten.

Die Diskussionen und Ideen ergaben, dass die Fassade für die Interaktion genutzt werden könnte, allenfalls wären darauf Abbildungen von Wappen möglich.

Tannenbaum und Wasserspiel

Bei der Frage zur attraktiven Aussenraumgestaltung war der Wunsch nach einer hohen Aufenthaltsqualität mehrfach zu hören.

Die Rede war dabei auch von einem temporär aufgestellten Tannenbaum, einer Velostation oder einer stimmigen Hofsituation. «Warum nicht mit einem Wasserspiel aufgepeppt?», stellte jemand als Anregung in den Raum.

Fragen zum Thema Lärmschutz wurden ebenfalls deponiert. Die Teilnehmenden hatten sich zudem mit den Anforderungen an einen Gemeinschaftsraum, der von 20 bis 40 Personen genutzt werden kann, zu beschäftigen.

Die Wilemer Bevölkerung kann im Rahmen einer elektronischen Umfrage, die vom 1. bis zum 31. Juli auf der Gemeindewebsite aufgeschaltet ist, Rückmeldungen zum Konzept geben.

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