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Badi Egg soll «sanft» renoviert werden

Weiterhin kein Pächter, dafür umfangreiche Sanierungsarbeiten – das plant der Gemeinderat mit der Badi Egg.

Ein Neubau kommt nicht infrage, da man das Gelände so «naturnah wie möglich» erhalten will. (Archiv)

Foto: Max Kern

Badi Egg soll «sanft» renoviert werden

Für bis zu einer Million Franken

Die Gemeinde will die alten Bauten der Badi renovieren. Sie stammen aus den 1930er Jahren und sind in schlechtem Zustand. Ein Neubau kommt dennoch nicht infrage.

Die Bauten der Badi Egg sind fast 100 Jahre alt und bestehen aus Holzkonstruktionen mit Bretterverkleidung ohne Dämmung. Auch die sanitären Anlagen und die Kanalisation befinden sich in einem schlechten Zustand, was dringend eine Sanierung erfordert, wie der Gemeinderat Egg in einer Medienmitteilung schreibt.

Daher plant der Gemeinderat nun eine sanfte Renovierung. Die Kosten dafür belaufen sich schätzungsweise auf 800’000 bis eine Million Franken. Einen Kredit für die Erarbeitung eines Vorprojekts zur Sanierung der gesamten Anlage hat der Gemeinderat bereits bewilligt und dieses in Auftrag gegeben. «Noch ist nicht ganz festzulegen, wie hoch die Kosten sein werden, aber sie werden den vorgegebenen Rahmen nicht übersteigen», wie Gemeindeschreiber Tobias Zerobin auf Anfrage bestätigt. Die Lage der Badi, die sich mitten im Naturschutzgebiet befinde, mache es schwierig, die Kosten genau zu berechnen.

Möglichst naturnah belassen

Rund um den Greifensee gebe es diverse Badis mit unterschiedlichen Ausbaustandards und Angeboten, heisst es in der Mitteilung weiter. Daher mache es keinen Sinn, identische Angebote für die Badi Egg bereitzustellen. «Aus Sicht des Gemeinderats ist es wichtig, die Badi naturnah zu belassen», erklärt Zerobin.

Auch auf Öffnungszeiten mit Aufsicht wird dauerhaft verzichtet. Die Erstellung eines grossen Gastronomieteils mit Eventmöglichkeiten sei aufgrund der Lage im Naturschutzgürtel nicht erwünscht. Daher sei ein Betrieb ohne Eintrittsgebühren mit Neubau der Garderoben und der sanitären Einrichtungen das Ziel. «Es hat nun zwei Jahre lang ohne Pächter funktioniert, deshalb möchten wir dies so beibehalten», sagt Zerobin.

Mehrere Parteien involviert

Für die Erarbeitung des Projekts seien umfangreiche Abklärungen mit der Standortgemeinde Maur und diversen kantonalen Stellen notwendig. Ziel sei es, dass die Gemeindeversammlung vom 4. Dezember über den ausgearbeiteten Baukredit befinden könne. Im besten Fall könnten die Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr beginnen.

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