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So geht es mit der Gemeindefusion in Wildberg weiter

Fusionieren oder doch eigenständig bleiben? Der Gemeinderat Wildberg will diese Frage klären.

Die Kirche bleibt im Dorf. Aber wie geht es mit der Politischen Gemeinde Wildberg weiter?

Foto: Annabarbara Gysel

So geht es mit der Gemeindefusion in Wildberg weiter

Erste Abstimmung im Oktober

Im Herbst werden die Stimmbürger von Wildberg entscheiden, ob sie an einer Gemeindefusion interessiert sind oder nicht. Wildberg hat viele Optionen.

«Wildberg ist eine attraktive Braut.» Das sagte Gemeindepräsident Dölf Conrad (SVP) vergangenen September.

Damals hatte der Gemeinderat angekündigt, dass er in dieser Legislatur eine Gemeindefusion prüfen wolle. Nun ist klar, dass im Oktober eine erste Grundsatzabstimmung stattfindet. Das teilt der Gemeinderat in seinem Verhandlungsbericht mit.

Die Frage im Herbst lautet: «Soll die Gemeinde Wildberg mit Nachbargemeinden Verhandlungsgespräche über einen Zusammenschluss führen?»

Bei Nachbarn anklopfen

Bei einem Ja wird der Gemeinderat beauftragt, Gespräche auf Behördenebene mit Nachbargemeinden aufzunehmen. Er soll in Erfahrung bringen, welche Gemeinden an einer möglichen Fusion Interesse zeigen. Wildberg grenzt insgesamt an sieben Gemeinden.

Man sieht eine Karte, auf der Wildberg und die umliegenden Gemeinden eingezeichnet sind.
An diese Gemeinden grenzt Wildberg.

«Mit allen sieben Nachbarn können wir vermutlich nicht sprechen», sagt Gemeindepräsident Dölf Conrad. «Aber wir gehen völlig ergebnisoffen an diese Aufgabe heran.»

Er geht davon aus, dass Wildberg mit drei oder vier Gemeinden Gespräche führen wird. «Am liebsten wäre mir ja eine Goldküstengemeinde, nur ist das leider nicht möglich», sagt Conrad scherzhaft.

Ebenfalls sollen Gespräche mit der Oberstufenschulgemeinde Turbenthal-Wildberg geführt werden, da diese vom Projekt direkt betroffen ist.

Mehrere Abstimmungen

Danach könnte gemäss der Mitteilung eine zweite Grundsatzabstimmung stattfinden. Darin soll geklärt werden, mit welcher Gemeinde ein Zusammenschlussvertrag ausgearbeitet werden soll.

In der nächsten Legislatur wollen wir dann Nägel mit Köpfen machen.

Dölf Conrad, Gemeindepräsident von Wildberg (SVP)

«Das wollen wir in dieser Legislatur klären», sagt Conrad. Es gebe keinen Zeitdruck. «Das ist ein Prozess, der sehr sorgfältig ablaufen muss.»

Das Ziel ist es, dass Wildberg bis 2030 mit einer anderen Gemeinde fusioniert ist. «In der nächsten Legislatur wollen wir dann Nägel mit Köpfen machen.»

In einer weiteren Abstimmung müssen dann die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Wildberg und diejenigen der an der Fusion beteiligten Gemeinde über den Zusammenschlussvertrag befinden.

Eine Umsetzung der Fusion findet nur statt, wenn die Stimmberechtigten beider Gemeinden zustimmen.

Mittelfristig keine optimale Grösse

Der Gemeinderat Wildberg hat sich an Klausuren im August und September mit der Frage der Gemeindefusion auseinandergesetzt. Aus seiner Sicht hat die Gemeinde keine optimale Grösse, um mittelfristig, also in den nächsten 10 bis 15 Jahren, die zunehmend komplexeren Aufgaben wirtschaftlich und mit vertretbaren Ressourcen allein wahrnehmen zu können.

Obwohl es eigentlich keine ideale Gemeindegrösse gibt, zeigen Studien, dass tendenziell Gemeinden mit einer Grösse von 4000 bis 6000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Durchschnitt am attraktivsten sind. In Wildberg lebten Ende 2022 1028 Personen.

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