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Primarschule Uster will Tarife für Betreuung senken

Familien mit geringem Einkommen sollen weniger für schulergänzende Betreuung bezahlen - im November wird deshalb abgestimmt.

Die Tarife für die schulergänzende Betreuung der Primarschule Uster sollen gesenkt werden.

Symbolbild: Seraina Boner

Primarschule Uster will Tarife für Betreuung senken

Abstimmung am 1. November

Die Primarschulpflege der Stadt Uster möchte neue Tarife für die schulergänzende Betreuung einführen. Familien mit tiefen und mittleren Einkommen sollen für die Betreuung ihrer Kinder deutlich weniger bezahlen als heute.

Mit dem neuen Tarifmodell soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden, wie die Stadt Uster in einer Medienmitteilung schreibt. Im November 2023 kommt es deshalb zu einer Urnenabstimmung.

Das bisherige Tarifmodell für die schulergänzende Betreuung der Primarschule Uster berücksichtige die finanzielle Situation der Eltern unzureichend. Familien mit tiefen Einkommen würden zu wenig entlastet, und Eltern mit mittleren Einkommen bezahlten oft gleich viel wie Gutverdienende. Ausserdem seien die Tarife für die schulergänzende Betreuung in Uster im Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden der Region auffallend hoch.

Mit einem neuen Tarifmodell will die Primarschulpflege Uster die Familien mit tiefen und mittleren Einkommen entlasten. Die schulergänzende Betreuung ihrer Kinder soll deutlich günstiger sein als heute. Das neue Modell verbessere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und fördere damit die Attraktivität der Stadt Uster als Wohn- und Arbeitsort.

Neue Abstufung und Rabatte

Das wichtigste Element des neuen Modells sei eine andere Abstufung der Tarife nach Einkommen. Zudem würden Kinder, die den Unterricht am Nachmittag besuchten, einen Rabatt erhalten. Alleinerziehende mit geringem Einkommen sollen ebenfalls weniger zahlen. Auch die Betreuungstarife der Tagesschulabteilungen würden nach demselben Prinzip angepasst.

Dank diesen Massnahmen sollen die Betreuungstarife für Familien mit tiefen und mittleren Einkommen durchschnittlich 39 Prozent tiefer liegen als heute. Für eine Familie mit mittlerem Einkommen, zwei Kindern und zwei Betreuungstagen pro Woche könne dies eine Entlastung von 200 bis 300 Franken pro Monat bedeuten.

Durch das neue Modell entstünden Mehrkosten. Einen kleinen Teil davon würden Familien mit hohem Einkommen tragen. Für sie würden die Tarife um rund 17 Prozent steigen. Für die Stadt Uster koste das neue Modell rund 580’000 Franken pro Jahr. Wegen der Höhe des wiederkehrenden Betrags werden die neuen Tarife dem Gemeinderat und im November 2023 den Stimmberechtigten an der Urne vorgelegt.

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