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Keine Schnellschüsse bei der Deponie Tägernauer Holz

Priorität habe die kantonale Abfallplanung - erst dann kann es mit dem Gestaltungsplan vorangehen.

Der Kanton will bei der Deponie im Tägernauer Holz keine schnellen Entscheidungen treffen und die Abfallplanung der Baudirektion abwarten.

Archivbild: Seraina Boner

Keine Schnellschüsse bei der Deponie Tägernauer Holz

Kantonsrat beschliesst

Der Fall der geplanten Deponie im Tägernauer Holz zwischen Gossau und Grüningen wird sich weiter in die Länge ziehen. Der Kantonsrat will den Gestaltungsplan erst festlegen, wenn die kantonale Abfallplanung vorliegt.

Seit 2009 ist eine Deponie im Tägernauer Holz zwischen Grüningen und Gossau im kantonalen Richtplan vorgesehen. Doch über die Deponie wird anscheinend ohne Ende gestritten.

So wurde 2016 bekannt, dass der Kanton die Grösse der geplanten Deponie verdoppeln will. Sie würde eine Grösse von 14 Fussballfeldern haben. Gegner der Deponie befürchten unter anderem, dass rund 7000 Bäume dafür gefällt werden müssten.

Abfallplanung muss vorliegen

Im März 2022 haben die Kantonsräte Thomas Honegger (Grüne, Greifensee), Elisabeth Pflugshaupt (SVP, Gossau) und Markus Bärtschiger (SP, Schlieren) ein dringliches Postulat eingereicht, das keinen Schnellschuss bei der Deponie im Tägernauer Holz forderte.

Sie verlangten vom Regierungsrat, den Gestaltungsplan für die Deponie noch nicht festzusetzen, bis die aktualisierte Version der Abfallplanung der Baudirektion vorliege und der Kantonsrat genau über die Lage und Grösse der Deponie entscheiden könne. Dies, weil der kantonale Richtplan die Vorgabe enthält, nicht verwertbare Abfallrückstände innerhalb des Kantons zu deponieren. Diese Forderung berücksichtigt der Kantonsrat nun in seinem Beschluss.

Schlacke muss entsorgt werden

Die im Kantonsgebiet anfallende Menge Schlacke hängt direkt von der Menge verbrannter Abfälle ab. Etwa ein Fünftel der verbrannten Abfälle bleibt trotz dem Verbrennungsvorgang als Schlacke übrig. Und diese muss auf einer Sonderdeponie entsorgt werden. Diese wiederum unterliegt gewissen Vorgaben, wobei das Gebiet im Tägernauer Holz untersucht wurde und die Bedingungen für eine Deponie erfüllen würde.

Kezo Hinwil direkt in der Nähe

Die Kezo Hinwil liegt nur sechs Kilometer vom Tägernauer Holz entfernt. Sie verfügt über eine Schlackenaufbereitungsanlage. Die dort anfallenden Restabfälle müssen bis anhin mit dem Lastwagen extra zur Schlackendeponie in Lufingen gefahren werden.

Zurzeit ist jedoch noch nichts definitiv. Die Festsetzung im kantonalen Gestaltungsplan wird frühestens dann erfolgen, wenn die Genehmigung der künftigen Abfallplanung durch den Regierungsrat vorliegt.

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