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Politik

Zeitstrahl zeigt die Entwicklung von Greifensee und Nänikon

Eine Timeline zeigt, was sich wann im Grenzstreit zwischen Nänikon und Uster bereits ereignet hat.

Idylle in Greifensee: Die Gemeinde ist aus Sicht vieler Näniker eng mit der Ustermer Aussenwacht verzahnt.

Foto: Nicolas Zonvi

Zeitstrahl zeigt die Entwicklung von Greifensee und Nänikon

Gemeindewechsel zweier Aussenwachten

Im Streit um die mögliche Abspaltung von Nänikon und Werrikon zu Greifensee, ist bereits vieles passiert. Wir sagen was.

  • Pfahlbauer am Greifensee

    4000-1000 v. Chr.

  • Brandkatastrophe im Pfahlbauerdorf

    1046 v. Chr.

  • Nänikon wird erstmals urkundlich erwähnt.

    7. Jahrhundert

  • Hermann von Landenberg übernimmt das Städtchen Greifensee von Gräfin Elisabeth von Rapperswil.

    1300

  • Greifensee geht an die Stadt Zürich über. Bis 1798 residieren hier 75 Landvögte.

    1402

  • Der Versuch der Näniker, von der Kirchgemeinde Uster zu Greifensee zu wechseln, scheitert an den finanziellen Verpflichtungen.

    1822

  • Die Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee wird gegründet. Die Zivilgemeinde Nänikon wird zwangsaufgelöst, Nänikon/Werrikon wird Gemeindeteil von Uster.

    1895

  • Ein Versuch des Gemeindevereins, Nänikon/Werrikon mit Greifensee zu vereinen, versandet.

    1990

  • Das neue Zürcher Gemeindegesetz verlangt die territoriale
    Übereinstimmung von politischen und Schulgemeinden. Der
    Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee droht die
    Zwangsauflösung.

    2018

  • Erstmals schaltet sich der Bezirksrat ein. Er sagt: «Es kann nicht geduldet werden, dass sich eine Schulgemeinde um die gesetzlichen Vorschriften foutiert. Der Bezirksrat kann die Haltung der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee nicht akzeptieren.» Denn diese will ihre Form noch immer erhalten.

    Februar 2021

  • Das Komitee «Pro 8606» gründet sich. In der Kerngruppe sind zahlreiche Amtsträger, wie die Gemeindepräsidentin von Greifensee, Monika Keller, oder auch der ehemalige Ustermer Stadtpräsident Martin Borhnhauser. Er fungiert als Sprecher des Komitees. Dieses will mittels einer Einzelinitiative zuhanden der Oberstufenschule die Behörde dazu auffordern, mit «allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln» eine Auflösung der Näniker Schulgemeinde zu verhindern.

    September 2021

  • Ulrich Schmid (SVP), Präsident der Oberstufenschulpflege Nänikon-Greifensee, platziert beim Bezirksrat ein Ausstandsbegehren. Er argumentiert, die Behörde habe zu wenig Distanz und sei befangen, um über die Grenzbereinigung zu entscheiden.

    November 2021

  • 92 Prozent der Abstimmenden in Greifensse, Nänikon und Werrikon beauftragen die Oberstufenschulpflege, sich für die politische Vereinigung der drei Dörfer mit zusammen 8000 Einwohnerinnen und Einwohnern einzusetzen.
    Die Antwort der Stadt auf das nicht bindende Abstimmungsergebnis fällt prompt und deutlich aus. In einer Medienmitteilung schreibt der Ustermer Stadtrat, dass er diesen Entscheid zwar zur Kenntnis nehme. «Weil der Stadtrat im Interesse der Ustermer Gesamtbevölkerung zu handeln hat, ist für uns eine Abspaltung aber keine Option.»

    27. März 2022

  • Der Zürcher Regierungsrat lehnt das Begehren der Schulpflege ab. Auch das Verwaltungsgericht kommt zum Schluss, dass der Bezirksrat nicht befangen ist. Das Gerichtsverfahren ist weiterhin hängig.

    Sommer 2022

  • Das Komitee «Pro 8606» lanciert eine Volksinitiative in Uster, die den Stadtrat beauftragt, mit dem Gemeinderat Greifensee Verhandlungen über einen Vertrag zur Grenzverschiebung aufzunehmen. Nach einer Vorprüfung des Iniativtexts soll noch vor dem Sommer mit dem Sammeln der benötigten 600 Unterschriften in Uster begonnen werden.

    27. März 2023

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