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Wetzikon bessert bei Tempo-30-Zone in Robenhausen nach

Wetzikon konnte gewisse Mängel in der Tempo-30-Zone beheben.

Beim Schulhaus in Robenhausen wurde auf der Seegräbnerstrasse wieder einen Fussgängerübergang aufgemalt.

Foto: PD

Wetzikon bessert bei Tempo-30-Zone in Robenhausen nach

Fussgängerstreifen und Verengungen

Viele Wetziker waren mit der neuen Tempo-30-Zone in Robenhausen nicht zufrieden. Gewisse Mängel konnte die Stadt nun beheben – aber nicht alle.

Bettina Schnider

Seit Ende August gilt auf Abschnitten der Seegräbnerstrasse, Haldenstrasse, Buchgrindelstrasse und Usterstrasse in Wetzikon Tempo 30. Die bestehende Zone in Robenhausen wurde dadurch vergrössert – und das sorgt immer wieder für Ärger.

Bei der Stadt und auch beim zuständigen Stadtrat Heinrich Vettiger (SVP) sind zahlreiche Beschwerden zum Thema eingegangen. «Aufgrund dieser war für mich klar, dass wir die Situation nochmals mit der Kantonspolizei anschauen müssen.»

Die Leute beklagten sich unter anderem über die Situation auf der Usterstrasse. So gilt in der Tempo-30-Zone nämlich Rechtsvortritt. Auf der wichtigen Verbindungsstrasse führt das immer wieder zu brenzligen Situationen .

Handlungsbedarf beim Schulhaus

Doch viele machten sich auch Sorgen um die Fussgängersicherheit. Einer davon ist Stadtrat Vettiger: «Wir mussten vor allem die Situation beim Schulhaus Robenhausen nochmals unter die Lupe nehmen, damit die Kinder einen sicheren Schulweg haben», sagt er. Denn dort hat man einen Fussgängerstreifen auf der Seegräbnerstrasse entfernt.

Grafik zu den Tempo 30 Zonen in Robenhausen
Die Tempo-30-Zone in Robenhausen.

Vor Kurzem hat deshalb eine Begehung mit der Kantonspolizei Zürich stattgefunden. Sie ist die Behörde, die entscheidet, welche Massnahmen bei Tempo 30 realisiert werden.

«Der Austausch war sehr konstruktiv», sagt Vettiger. «Vor allem beim Schulhaus wurde der Handlungsbedarf sofort erkannt.» Aus diesem Grund ist der Fussgängerstreifen auf der Seegräbnerstrasse bereits wieder aufgemalt.

Neue Beurteilung

Doch wieso hat man ihn überhaupt entfernt? «Auf den Plänen sieht es immer etwas anders aus als in der Realität», meint der Stadtrat. «Wichtig ist, dass man Mängel erkennt und verbessert.»

Gemäss Kenneth Jones, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, kommt das immer wieder vor. «Bei der Einführung einer Tempo-30-Zone ist es üblich, dass sich während der Einführungszeit allfällige Anpassungen ergeben.»

Kein Stau mehr wegen Verengungen

Im Rahmen dieser Verbesserungen wurden bei der Kreuzung der Seegräbnerstrasse und der Schulhausstrasse Velomarkierungen wieder neu gezeichnet. «Dort gab es teils wilde Szenen am Ende des Velowegs», sagt Vettiger. «Gewisse Velofahrer sind einfach weiter gerade über die Kreuzung gefahren, auf der falschen Strassenseite.»

Auch ein weiteres Anliegen von Vettiger konnte umgesetzt werden – und zwar bei den Trapezen. Das sind Verengungen, auf der Buchgrindelstrasse. «Diese waren viel zu nahe beieinander», erklärt er. So sind Lastwagen und Auto teilweise nicht mehr aneinander vorbeigekommen, und das sorgte für Rückstau.

Man sieht einen Lastwagen auf einer Strasse mit einem Trapez.
Da die Trapeze zu nahe beieinander waren, kam es zu brenzligen Szenen.

Nun ist ein Trapez versetzt worden. Auch hier hat die Kantonspolizei den Handlungsbedarf schnell erkannt.

Polizei will kein Lastwagenverbot

Nicht aber bei zwei weiteren Anliegen des Wetziker Stadtrats. «Ich wünschte mir, dass auf der Usterstrasse keine Lastwagen fahren», sagt Vettiger.

Deshalb wollte er dort ein Lastwagenverbot erwirken. «Doch dafür sieht die Kantonspolizei keinen Bedarf.»

Dasselbe gilt für ein weiteres Begehren des Politikers beim Rechtsvortritt auf der Usterstrasse. «In meinen Augen könnte man das Unfallrisiko mit Stopp-Signalen verringern», ist er überzeugt.

Dank der getroffenen Anpassungen ist die Situation zwar wesentlich besser, aber immer noch suboptimal

Heinrich Vettiger (SVP)

Stadtrat

Die Kantonspolizei widerspricht. «Seit der Einführung des Rechtsvortritts konnten auf diesem Abschnitt keine Auffälligkeiten festgestellt werden», sagt Mediensprecher Kenneth Jones. Deshalb seien keine Anpassungen vorgesehen.

Für Vettiger ist aber klar, dass der Stadtrat beide Anliegen weiter im Auge behalten wird. «Dank der getroffenen Anpassungen ist die Situation zwar wesentlich besser, aber immer noch suboptimal», findet er. «Manchmal braucht es eben mehrere Anläufe, um ans Ziel zu kommen.»

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