Wirt des Kulturclubs Tösstal ist sein Patent los
Der Wirt des Kulturclubs Tösstal verliert sein Gastwirtschaftspatent. Wie der «Landbote» berichtet, ist die Verfügung der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion aus dem Juni inzwischen rechtskräftig.
Dem Entzug des Patents ging eine Razzia der Kantonspolizei im Dezember 2020 voraus. Damals wurden im Turbenthaler Kulturclub unter anderem 42 Kilogramm Haschisch und fast 22 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Der Wirt wurde festgenommen.
Im Frühling 2021 wollte die Gemeinde dem Mann deshalb das Gastwirtschaftspatent entziehen – per sofort, ohne aufschiebende Wirkung bei einem Rekurs. Der Wirt rekurrierte bei der Volkswirtschaftsdirektion. Zunächst mit Erfolg. Er behielt sein Patent vorübergehend.
Pflichten verletzt
Nun kommt der Kanton zum Schluss, dass der Entzug durchaus gerechtfertigt ist und stützt damit den Entscheid der Gemeinde. Angesichts der gefundenen Betäubungsmittel habe der Wirt seine Pflichten schwerwiegend verletzt.
Wie der «Landbote» weiter schreibt, hat der Kulturclub im Moment «auf Spendenbasis und mit Selbstbedienung geöffnet». Ob dieses Vorgehen legal ist, dazu will die Volkswirtschaftsdirektion laut dem besagten Artikel keine Stellung nehmen und verweist auf das Amtsgeheimnis. Der Wirt plant jetzt, eine neue Person für das Patent anzumelden.
Rechtskräftig verurteilt
Das Bezirksgericht Winterthur verurteilte den Mann zudem im Februar dieses Jahres. Wegen des Drogenfunds erhielt er eine bedingte Freiheitsstrafe von neun Monaten – mit einer Probezeit von zwei Jahren.
Das Urteil ist inzwischen ebenfalls rechtskräftig, wie der «Landbote» schreibt. Der Verurteilte legte zwar zuerst Berufung ein, zog diese aber wieder zurück, da seine Verteidigerin wenig Aussicht auf Erfolg sah. (bes)