Gibt es fürs Schwimmbad Neuguet in Turbenthal eine Zukunft?
Die Betriebskommission des Schwimmbads Neuguet stellt die Weichen für die Zukunft. Ende September hat sie bekannt gegeben, dass sie eine strategische Neuausrichtung der Badi plant.
Konkret will die Kommission, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinderäte von Turbenthal, Wila und Wildberg besteht, eine langfristige und zukunftsorientierte Strategie erarbeiten. Ausserdem muss aus ihrer Sicht die Badi rentabler werden.
Als Grund nannte die Kommissionspräsidentin und Turbenthaler Gemeinderätin Cornelia Oeschlegel (parteilos), dass sich die Badi in den letzten Jahren kaum entwickelt habe. Dadurch habe sie wahrscheinlich an Attraktivität eingebüsst, vermutet sie.
«Wir wollen herausfinden, wie wir aus dem Neuguet eine attraktive Badi machen können.»
Cornelia Oelschlegel (parteilos), Gemeinderätin von Turbenthal
So stagnierten beispielsweise in den vergangenen Jahren die Besucherzahlen. Im Budget vom kommenden Jahr ist ein Betrag von 35’000 Franken vorgesehen, um die Strategie zu erarbeiten.
Fortbestand nicht gefährdet
Diese ist aber noch Zukunftsmusik. Daher kann Oelschlegel noch nicht sagen, was der ganze Prozess fürs Schwimmbad bedeutet. «Wir wollen herausfinden, wie wir aus dem Neuguet eine attraktive Badi machen können», sagt sie. «Hier vertrauen wir auf die Hilfe von externen Fachpersonen und wollen auch die Bevölkerung in die Arbeiten miteinbeziehen.»
«Der Entscheid war unerwartet und sehr schnell gekommen.»
Beat Bielmann, ehemaliger Betriebsleiter Schwimmbad Neuguet
Der Fortbestand des Schwimmbads sieht Oelschlegel im Moment aber nicht gefährdet: «Wir glauben an die Badi und wollen sie erhalten», betont die Gemeinderätin. «Ich gehe fest davon aus, dass das Schwimmbad im kommenden Mai wieder öffnen kann.»
Betriebsleiter muss gehen
Klar ist jedoch bereits jetzt, dass dann ein neuer Betriebsleiter das Schwimmbad Neuguet führen wird. Die Kommission hat das Arbeitsverhältnis mit Beat Bielmann auf Ende Jahr gekündigt. Er war im Neuguet elf Saisons lang tätig.
Zu den Gründen für die Kündigung möchte Oelschlegel keine Stellung nehmen. Und auch Bielmann hält sich bedeckt. «Der Entscheid war unerwartet und sehr schnell gekommen», sagt er.
Die Frage, ob sein Abgang mit dem kommenden Strategieprozess zusammenhängt, will er aber nicht beantworten. «Ich möchte mich einzig noch von allen Besucherinnen und Besuchern verabschieden und mich bedanken für die tollen elf Saisons im Neuguet.»
