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Bau der Heizzentrale für den Baumer Wärmeverbund verzögert sich

Die Heizzentrale für den Baumer Wärmeverbund kann noch nicht gebaut werden. Der Ausbau des Netzes beginnt trotzdem schon.

So könnte die Heizzentrale beim Schulhaus Altlandenberg dereinst aussehen.

Visualisierung: PD

Bau der Heizzentrale für den Baumer Wärmeverbund verzögert sich

Gegen die Erstellung der Holzheizzentrale beim Baumer Schulhaus Altlandenberg ist Rekurs erhoben worden. Das verzögert die weiteren Arbeiten an der Zentrale, wie die Wärmeverbund Bauma AG in einer Mitteilung in der  «Baumerziitig» schreibt. Die Baubewilligung war Anfang Juli erteilt worden.

«Wir gehen deshalb nicht mehr davon aus, dass wir dieses Jahr mit dem Bau beginnen können», sagt Rudolf Rüegg (parteilos). Der Gemeinderat ist auch Verwaltungsratspräsident des Wärmeverbunds.

Das Ziel sei aber weiterhin, dass der Verbund Ende Sommer 2023 den Betrieb aufnehmen könne. «Wenn die Bewilligung vorliegt, rechnen wir mit einer Bauzeit von sechs bis acht Monaten.»

20 Prozent teurer 

Vom Rekurs nicht tangiert ist die Erstellung des Fernwärmenetzes und die Beschaffung der Ofenanlage. Bereits Ende November beginnen die Arbeiten am Fernwärmenetz von Widen bis zur Kreuzung Heinrich-Gujer-Strasse/Sternenbergstrasse.

Jedoch ist wegen der Inflation und der allgemeinen Marktsituation mit höheren Kosten zu rechnen als ursprünglich geplant. «Wir müssen wahrscheinlich rund 20 Prozent mehr bezahlen als gedacht», meint Rüegg. Für die ganze Infrastruktur rechne man mit Kosten von 3,5 bis 4 Millionen Franken. 

536’000 Liter Heizöl sparen

Laut der Mitteilung konnten bisher mit 25 Liegenschaftsbesitzern Anschlussverträge für 45 Anlagen mit einer Leistung von total 2279 Kilowattstunden abgeschlossen werden. Das entspricht einem jährlichen Energieverbrauch von etwa 536’000 Liter Heizöl. 

Mit weiteren Interessenten  laufen noch Verhandlungen. Das Ziel ist weiterhin, dass die Leistung von 2500 Kilowatt bis zur Fertigstellung des Fernwärmenetzes erreicht wird. 

Zweite Zentrale für Juckern und Saland?

Bereits jetzt sind Absprachen mit verschiedenen Investoren der Bauentwicklungsgebiete Juckern und Saland im Gange. Möglich wäre die Versorgung dieser Neubaugebiete ab zirka 2025 mit Wärme durch eine weitere zentrale Holzheizung.

Deshalb wird im Rahmen der Strassen- und Leitungssanierung Grüntal/Haselhalde 2023 eine Fernwärmeleitung verlegt.

Mehr Aktienkapital

Am 26. Januar war die Aktiengesellschaft gegründet worden, im Mai fand bereits eine ausserordentliche Generalversammlung statt.

Diese genehmigte die Revision der Statuten sowie die Erhöhung des Aktienkapitals von 791’400 auf eine Million Franken. Ausserdem wurde SVP-Kantonsrat Paul von Euw in den Verwaltungsrat gewählt. 

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