ARA-Fernwärme als Energiegarant für Robenhausen
Bei der Fernwärme-Strategie hat die Stadt Wetzikon einen weiteren Schritt vollzogen. Der Stadtrat hat jüngst einen Baukredit über 16,3 Millionen Franken gesprochen. Ziel ist, ein Grossteil des Gebiets von Robenhausen künftig mit Energie aus der Abwasserreinigungsanlage (ARA) versorgen zu können.
Hierfür muss eine neue Heizzentrale auf dem ARA-Gelände gebaut werden. Bevor es zur Umsetzung des Projekts kommt, hat das Parlament über den Kredit zu befinden. Je nachdem, wie schnell dieses Geschäft vom Parlament behandelt wird, käme es frühestens im März 2023 an die Urne.
Abwasserreinigungsanlage soll künftig für Fernwärme sorgen
19.09.2022

Wetzikon bewilligt Millionen-Baukredit
Nachdem ein Grossteil der Wetziker Ja zum Gegenvorschlag der «Fernwärme-Initiative» sagte, hat de Beitrag in Merkliste speichern Bei einem Ja der Stimmbevölkerung könnte die Energie bereits im Oktober 2024 ab der ARA bezogen werden. So die Ansicht von Henry Vettiger (SVP), dem Stadtrat für Tiefbau, Umwelt und Energie.
«Es ist wichtig zu betonen, dass es sich bei diesem Kredit nur um ein Teilprojekt der Fernwärme-Strategie handelt», sagt er. Als weiteren Teil der Strategie nennt er die Fernwärme ab der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo). Ein entsprechender Kreditantrag erfolge erst zu einem späteren Zeitpunkt.
Passender Zeitpunkt
Für Vettiger handelt es sich beim ARA-Projekt um eine Herzensangelegenheit. «Gerade jetzt, wo wir von einer Energiekrise heimgesucht werden, zeigt sich, dass die ARA-Fernwärme ein idealer Garant für verlässliche, lokal verfügbare Energie ist.»
Er verweist dabei darauf, dass die lokale Energieversorgung nicht vom Ausland abhängig wäre und zudem ein stetig stabiles Preisniveau mit nur kleineren Preisschwankungen garantieren würde.
Wetzikons Fernwärme-Konzept soll bald stehen
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Dank Kezo Hinwil
Ein Grossteil der Wetziker sagte vor anderthalb Jahren Ja zum Gegenvorschlag der «Fernwärme-Initi href=”/flag/flag/np8_favorites/3297215?destination=batch&token=emXWd6uUUdYfdXsz7RghC6qZfs6cukLKxtt3BlOw8uw” title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-3297215 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern «Wir müssen zwar einmal gross investieren, aber hätten dann mit diesem Mehrgenerationenprojekt über Jahrzehnte ein hohes Mass an Energie-Sicherheit», erklärt Vettiger. Er wünscht sich, dass die Bevölkerung möglichst bald über den Baukredit für die Heizzentrale auf dem ARA-Gelände abstimmen kann.
«Wir dürfen gerade jetzt keine Zeit verlieren, da sich die Leute in der Krise umschauen und gegebenenfalls auf andere Energieträger wie eigene Wärmepumpen umsatteln.» Ein sanfter Hinweis ans Parlament also, von dem er sich eine zügige Behandlung des Kreditantrags erhofft.
«Wären die Gaspreise noch auf dem Niveau wie vor zwei Jahren, hätte das Projekt wohl geringere Chancen, vom Volk angenommen zu werden», vermutet Vettiger. In der aktuellen Situation hätten jedoch viele Leute ihre Ansicht geändert, was diesem Projekt nun zu Gute komme.
Ein weiterer Schritt
2018 hatte die Fernwärme-Initiative der Grünen den Anstoss für das gesamte Fernwärme-Konzept in Wetzikon gegeben. Da dem Stadtrat die Forderung der Initiative, die gesamte Energie ab der Kezo zu beziehen, zu eng gedacht war, erarbeitete er einen Gegenvorschlag.
Dieser wurde von der Bevölkerung im November 2020 klar angenommen. Der Gegenvorschlag beinhaltete verschiedene gezielte Fördermassnahmen für den Ersatz von fossiler Energie und Gebäudesanierungen, ohne sich allein auf ein Fernwärmenetz ab der Kezo zu beschränken. Mit dem ARA-Projekt wäre bereits ein kleiner Meilenstein in der gesamten Fernwärme-Strategie vollbracht.
Mit der ARA-Fernwärme würden in Robenhausen insgesamt 85 Fernwärme-Übergabestationen kosteneffizient mit Energie versorgt. Pro Station können je nach Situation bis zu 100 Haushalte mit Energie abgedeckt werden. Dafür braucht es eine neue Heizzentrale, die aus dem gereinigten Abwasser Wärme für den ARA-Wärmeverbund produziert. Dies geschieht durch zwei Wärmepumpen und zwei Gaskessel.
